Bamberg
Asyl in Franken

Erstaufnahme: 1500 Flüchtlinge sollen nach Bamberg

Auf dem ehemaligen Areal der US-Streitkräfte in Bamberg soll ein Aufnahme- und Rückführungszentrum für 1500 Asylsuchende mit geringer Bleibewahrscheinlichkeit entstehen.
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Blick auf die Flynn Area des Bamberger Konversionsgeländes, die für das Erstaufnahmezentrum im Gespräch ist. Foto: Ronald Rinklef
Blick auf die Flynn Area des Bamberger Konversionsgeländes, die für das Erstaufnahmezentrum im Gespräch ist. Foto: Ronald Rinklef
Der Freistaat Bayern will auf dem ehemaligen Areal der US-Streitkräfte eine Erstaufnahmeeinrichtung für rund 1500 Flüchtlinge errichten. Dies bestätigte Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) im Gespräch mit infranken.de.


Bamberg bekommt Aufnahme- und Rückführungszentrum

Der Freistaat Bayern plant zwei solcher Zentren für Asylsuchende mit geringer Bleibewahrscheinlichkeit. Ein solches entsteht zum 1. September in Manching bei Ingolstadt in einer ehemaligen Bundeswehrkaserne. In Donauwörth, wo die zweite derartige Einrichtung geplant war, wurde gestern bekannt, dass lediglich die Zahl der dort untergebrachten Asylsuchenden auf 600 erhöht werden soll.

Auf der Suche nach einem alternativen Standort ist die Staatsregierung nun in Bamberg fündig geworden. Geht es nach dem Willen des Freistaates, dann werden ab Mitte September auf dem Konversionsgelände Flüchtlinge vorwiegend aus den Balkanstaaten eintreffen.

"Wir haben das Areal mit Innenminister Herrmann und Sozialministerin Müller besichtigt", bestätigte Oberbürgermeister Andreas Starke gegenüber dieser Zeitung. Er habe das Anliegen dem Ältestenrat der Stadt Bamberg in zwei Sitzungen vorgetragen. Entscheiden werde dann der Feriensenat am 20. August.


Bezahlbarer Wohnraum

Am heutigen Freitag werde es weitere Gespräche mit den beiden Ministern zu den Rahmenbedingungen der Unterbringung weiterer Flüchtlinge geben, so der Oberbürgermeister. Die Stadt Bamberg werde dabei darauf drängen, dass die Konversion beschleunigt werde, das Areal also schnell in das Eigentum der Stadt überführt werde. Die zweite zentrale Forderung werde die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sein.
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