Memmelsdorf
Umwelt

Energiemesse des Kreises hat sich fest etabliert

Zum nunmehr siebten Mal fand die Veranstaltung auf dem Gelände des Kreisbauhofes in Memmelsdorf statt.
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Wie spart man bei welcher Lampe für welchen Zweck am meisten? Diese Frage wurde natürlich beantwortet. Foto: Andrea Spörlein
Wie spart man bei welcher Lampe für welchen Zweck am meisten? Diese Frage wurde natürlich beantwortet. Foto: Andrea Spörlein
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Bereits zum siebten Mal fand die Energiemesse im Kreisbauhof statt. Die Messe, die von der Klima- und Energieagentur Bamberg ausgerichtet wird, hat sich zur festen Größe entwickelt, wenn es um Fragen zu erneuerbare Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz geht. Viele nutzten die Gelegenheit, sich informieren und beraten zu lassen.

Dies war an 70 Ständen möglich, neue Trends und innovative Produkte gefragt; bei der Gebäudesanierung, bei erneuerbaren Energien und bei Speichermöglichkeiten gab es viele Nachfragen. Daneben waren unter anderem die Stadtwerke Bamberg, die Regierung von Oberfranken, die Regionalwerke Bamberg und die Verbraucherzentrale vor Ort, um Auskunft zu geben und über Fördermöglichkeiten zu informieren.

Die Besucher konnten Segways testen oder Elektroautos Probe fahren. Fachvorträge Themen rundeten das breite Spektrum ab.

Für die ersten 200 Messebesucher gab es gratis ein Paar Weißwürste, eine Brezel und ein Getränk. Groß war die Nachfrage beim Stand der Klima- und Energieagentur nach den Teilnahmekarten fürs Energiequiz, lockte als Hauptpreis doch ein BMW i3 für sechs Monate.

Schwerpunkt der Ausstellung war heuer das Thema "Elektromobilität". Robert Martin, Geschäftsführer der Klima- und Energieagentur und Klimaschutzbeauftragte des Landkreises meinte, dass es zum Thema Elektromobilität noch einen großen Informationsbedarf gibt. Mit dem E-Carsharing-Modell, an dem sich 14 Landkreiskommunen beteiligen, will man versuchen Vorbehalte abzubauen. Dies soll auch mit Hilfe eines Flyers und mit einem von der Uni Bamberg erstellten Feedback-Bogen erfolgen.

Regierungsvizepräsident Thomas Engel, Schirmherr der Veranstaltung, würdigte die Anstrengungen von Stadt- und Landkreis Bamberg in Sachen Elektromobilität als beispielhaft für ganz Oberfranken. Nicht umsonst hatte der Freistaat das Engagement der Klimaallianz als "Gestalter der Energiewende" ausgezeichnet und den Landkreis Bamberg für sein Klimaschutzmanagement 2016 den Bayerischen Energiepreis verliehen. Landrat Johann Kalb (CSU) und Wolfgang Metzner (SPD), Dritter Bürgermeister der Stadt Bamberg, betonten das gute Miteinander im Rahmen der Klimaallianz Bamberg und wie wichtig es sei, dem Ziel der beschlossenen Energieautarkie bis 2035 mit vielen Mosaiksteinchen immer näher zu kommen.


Podimsdiskussion

In der Podiumsdiskussion mit Landrat Kalb, MdB Andreas Schwarz (SPD), Regierungsvizepräsident Engel, Michael Fiedeldey (Stadtwerke Bamberg) und Robert Martin diskutierte man unter der Leitung von Ralph Schweinfurt, dem Chefredakteur der Bayerischen Staatszeitung, die Möglichkeiten und Chancen im Bereich der Elektromobilität. Gleichzeitig wurde gefragt, was Politik und Gesellschaft tun muss, um die Akzeptanz zu erhöhen und die notwendige Infrastruktur zu verbessern.

Für Oliver Knauß, Fahrschulbesitzer in Scheßlitz und Bamberg, müssten vor allem erst einmal "noch viele Hausaufgaben gemacht werden". Er würde gerne ein E-Auto anschaffen, doch da es keine Autos mit Kupplung gibt, kann er seine Schüler damit nicht schulen, wie es die Prüfungsordnung vorschreibt.

Im Rahmen der Energiemesse fand auch der Auftakt der Aktion "Stadtradeln" statt. Stadt und Landkreis Bamberg beteiligen sich erneut an dieser bundesweiten Aktion. Im letzten Jahr radelten die Bürgerinnen und Bürger fast 200 000 Kilometer.

Für Landrat Kalb (CSU) und Bambergs OB Andreas Starke (SPD) ist das Resultat "ein beeindruckendes Zeichen für den Klimaschutz und gleichzeitig ein bedeutender Schritt in Richtung gesunde Mobilität". Heuer erstmals dabei war Michael Fiedeldey, der neue Leiter der Stadtwerke Bamberg.
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