Bamberg
Internetkriminalität

Eine "Speerspitze"

Justizminister Winfried Bausback besuchte die Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg. Erste Erfolge gibt es schon.
Artikel drucken Artikel einbetten
Justizminister Winfried Bausback (Mitte) informiert sich bei einem Mitarbeiter über die Arbeit der bei der Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg angesiegelten Zentralstelle Cybercrime Bayern. Rechts Oberstaasanwalt Lukas Knorr Foto: RiegerPress
Justizminister Winfried Bausback (Mitte) informiert sich bei einem Mitarbeiter über die Arbeit der bei der Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg angesiegelten Zentralstelle Cybercrime Bayern. Rechts Oberstaasanwalt Lukas Knorr Foto: RiegerPress
Begriffe wie "Ransomware", "Bitcoins" oder "Darknet" gehören zum Alltag in der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB). Vor ziemlich genau einem Jahr hat die Dienststelle, die bei der Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg eingerichtet wurde, ihre Arbeit aufgenommen und seitdem bereits beachtliche Erfolge verbuchen können.

"Zwar sind Teile der Strafprozessordung aus der Zeit, als noch überwiegend Pferde auf den Straßen unterwegs waren, aber nichtsdestotrotz heißt dies nicht, dass wir in der Strafverfolgung nicht auch mit der Zeit gehen", unterstrich Justizminister Winfried Bausback (CSU), der sich zusammen mit Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) und anderen Abgeordneten am Montag vor Ort ein Bild von der jungen Einrichtung machte.
Dabei zeigte sich der Minister beeindruckt von der Pionierarbeit der kleinen Dienstelle und bezeichnete sie als "Speerspitze in Bayern" beim Kampf gegen die Internetkriminalität.


Zahlreiche Ermittlungsverfahren

"Kriminelle suchen sich neue Geschäftsfelder. So ist es für den Drogendealer weitaus ungefährlicher, wenn er seine Verkäufe im Darknet tätigt und sich dafür mit Bitcoins (Anm. der Redaktion: Bitcoins ist ein Zahlungsmittel im Internet, ein Bitcoin entspricht rund 400 Euro) bezahlen lässt", erläuterte der Leiter der ZCB, Oberstaatsanwalt Lukas Knorr. Im letzten Jahr konnten die Juristen zahlreiche Ermittlungsverfahren einleiten. So beispielsweise gegen zahlreiche Fake-Shop-Betreiber, die nur auf Geld aus seien, aber keine Waren dafür leisteten. Auch in Sachen "Ransomware", also dem Einschmuggeln von schadhaften Trojanern und Viren, seien Erfolge erzielt worden, ebenso wie im Kampf gegen Attacken mit gefälschten Mails auf Unternehmen.

Zwar, so bilanzierte Knorr, stünde die Zentralstelle Cybercrime Bayern immer wieder vor Herausforderungen im Kampf gegen die Internetkriminalität, aber ein rechtsfreier Raum sei das Internet, bei dem Verbrecher ungestraft davon kämen, bei Weitem nicht.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren