Buttenheim
Grundsteinlegung

Ein Bier auf den Neubau

In Buttenheim baut Frankenluk ein Verwaltungs- und Produktionsgebäude für 100 Mitarbeiter. Deren Zahl soll in den kommenden Jahren auf 150 steigen
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Sekt-, besser gesagt Bierlaune in Buttenheim: Zur Grundsteinlegung von Frankenluk (links Geschäftsführer Otto G. Trautner) kredenzte Bürgermeister Johann Kalb Levi-Strauss-Bier. Fotos: Matthias Hoch
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Das Bamberger Unternehmen Frankenluk hat gestern in Buttenheim den Grundstein für ein Verwaltungs- und Fertigungsgebäude gelegt, in dem künftig 150 bis 160 Mitarbeiter des Energieanlagenbauers tätig sein sollen. Bis Ende dieses Jahres sollen rund 100 Beschäftigte und die Produktionsanlagen von den Standorten in der Pödeldorfer und der Memmelsdorfer Straße in Bamberg umziehen und in Buttenheim unter einem Dach den Bereich Energie- und Stromversorgungsanlagen bilden.
Weitere 50 bis 60 Arbeitsplätze sollen neu entstehen, um nach den Worten von Geschäftsführer Otto G. Trautner die Wachstumsstrategie des Unternehmens zu sichern. "So wie der berühmteste Buttenheimer, Levi Strauss, die Jeans in die ganze Welt gebracht hat, so sollen auch unsere Stromversorgungsanlagen ,Made in Buttenheim' einen Siegeszug um den Globus antreten", sagte Trautner. Derzeit beschäftigt Frankenluk nach eigenen Angaben rund 420 Mitarbeiter, davon 300 in Bamberg, wo das Unternehmen 1923 gegründet wurde. Der Umsatz habe sich seit 1998 von rund sieben Millionen Euro 1998 auf über 30 Millionen im Jahr 2010 erhöht.

Sechs-Millionen-Investition


In Buttenheim entstehen auf einem rund 15 000 Quadratmeter großen Grundstück - was in etwa zwei Fußballfeldern entspricht - 1800 Quadratmeter Bürofläche und eine 4700 Quadratmeter große Produktionshalle. Die Investitionskosten belaufen sich Trautner zufolge auf knapp sechs Millionen Euro.
Architekt Thomas Glöckner betonte, dass es sich bei dem Bau um ein "Green Building" (Grünes Gebäude) mit einem extrem niedrigen Energieverbrauch handle. Die Grundsteinlegung sei ein "Wendepunkt, an dem die Vision zur Realität wird".
Trautner sagte, die Entscheidung für Buttenheim sei gefallen, weil man im vergangenen Jahr Bamberg keine Flächen für die bereits 2007 ins Auge gefassten - und wegen der Wirtschaftskrise dann für drei Jahre auf Eis gelegten - Erweiterungspläne bekommen konnte. Über den Architekten Thomas Glöckner sei man dann in Buttenheim mit Johann Kalb (CSU) auf einen "wirklich sehr geschäftstüchtigen Bürgermeister" gestoßen. Das Firmenmotto "Wir machen das" habe er um "Des moch mer scho" übersetzt.

Logistisch ideal gelegen


Für Buttenheim, so Trautner im Gespräch mit dem FT, spreche aber natürlich auch die Nähe zu Bamberg und vor allem die verkehrsgünstige Lage. Diese hob auch Landrat Günter Denzler bei der Grundsteinlegung hervor, die er als "von großem symbolischen Wert für den Landkreis Bamberg" bezeichnete. Der Standort Buttenheim sei hier in der Metropolregion "logistisch ideal gelegen an der Entwicklungsachse Nürnberg-Bamberg-Erfurt".
Bürgermeister Kalb interpretierte diese Aussage des Landrats so: "Buttenheim ist die schönste Gemeinde zwischen Nürnberg und Erfurt." Als er Anfang vergangenen Jahres erfahren habe, dass sich das Unternehmen für eine Ansiedlung in Buttenheim interessiere, hab er zu sich gesagt, "Frankenluk darfst du dir nicht entgehen lassen", und sofort zum Telefonhörer gegriffen.
Bei einem Treffen während der Fußball-Weltmeisterschaft - bei dem man gemeinsam ein Spiel angeschaut habe, das Deutschland aber leider verlor - sei man sich dann einig geworden. Das müsse gefeiert werden. In Buttenheim gebe es dazu immer Bier, diesmal Levi-Strauss-Bier. Eine Flasche davon wurde - nebst den üblichen Beigaben - mit dem Grundstein eingemauert.
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