Bamberg
Auszeichnung

Ehrung für sechs Bamberger "Alltagshelden"

Von sechs auf 78 ist seit Dienstag die Zahl der Frauen und Männer gestiegen, die mit der Bamberger Bürgernadel dekoriert wurden sind.
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Die neuen Trägerinnen und Träger der Bamberger Bürgernadel mit Bürgermeister Christian Lange (links) und MGO-Geschäftsführer Walter Schweinsberg (rechts) Foto: Ronald Rinklef
Die neuen Trägerinnen und Träger der Bamberger Bürgernadel mit Bürgermeister Christian Lange (links) und MGO-Geschäftsführer Walter Schweinsberg (rechts) Foto: Ronald Rinklef
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Drei Frauen und drei Männer erhielten am Dienstag Abend die Bamberger Bürgernadel. Sie eingeschlossen gibt es inzwischen 78 derart dekorierte Bürgerinnen und Bürger. Sie alle eint ein ehrenamtliches Wirken im Hintergrund, ohne Aufhebens über ihr Tun, ohne die Erwartung auf öffentliche Anerkennung.

Umso mehr hätten sie es verdient, dass ihre Tätigkeit einmal gewürdigt und darüber in der Zeitung auch berichtet werde. Darin waren sich Bürgermeister Christian Lange (CSU) und Walter Schweinsberg, Geschäftsführer der Mediengruppe Oberfranken (MGO), unter deren Dach auch die Zeitung "Fränkischer Tag" erscheint, einig.

Gemeinsam überreichten sie am Dienstag die Bamberger Bürgernadel an die neuen Empfänger, die von einer Jury aus den eingegangenen Vorschlägen ausgewählt worden waren. Schauplatz war der Tagungsraum des Tourismus- und Kongress-Service.Lange nannte die zu Ehrenden "unsere Alltagshelden". Sie hätten ein öffentliches Dankeschön für ihr Wirken im Stillen mehr als verdient. Er würdigte ausführlich die Verdienste der sechs Persönlichkeiten.

Nachfolgend die Namen und Verdienste der Geehrten in alphabetischer Reihenfolge:

Walter Achtziger (66) ist vielfach engagiert. Im Imker- und Bienenzuchtverein Bamberg führt er seit 2009 die Geschäfte. Beim Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) ist der Pädagoge aus Bamberg seit zwölf Jahren als Bezirksgeschäftsführer aktiv. Damit nicht genug: Beim Bürgerverein Bamberg-Ost sitzt er dem Kirchweihausschuss vor und ist stellvertretender Vorsitzender des Pfarrgemeinderats St. Heinrich. Achtzigers Engagement komme fast einer Vollbeschäftigung gleich, sagte Lange.

Peter Ewald (76) ist unentbehrlich bei Vorbereitung und Durchführung der Wunderburger Kirchweih. Indem er Arbeiten aller Art übernimmt, trägt er seit Jahren zum Erfolg von Bambergs zweitgrößter Kerwa bei; vom Erlös profitieren stets soziale Einrichtungen im Stadtteil. In seiner Funktion als Schatzmeister im Bürgerverein Wuderburg pflegt er auch den persönlichen Kontakt zu den Mitgliedern. So besucht er ältere und nicht mehr mobile Mitglieder daheim - auch, aber nicht nur zu runden Geburtstagen.

Manuela Orth (51) engagiert sich seit vielen Jahren im Postverein 1897. Als Ausschuss-Mitglied erledigt sie ohne Aufhebens verschiedenste Aufgaben: Ob es organisatorische Dinge sind oder zupackende Hilfe gebraucht wird - auf sie ist Verlass. Seit einem Jahr wirkt die Bambergerin außerdem ehrenamtlich beim Migrationsdienst der Arbeiterwohlfahrt mit. So unterstützt sie die Dozentin im Erstorientierungskurs für Asylbewerber und kümmert sich darüberhinaus besonders um schwangere und kranke Flüchtlinge.

Martin Schröder (47) ist von klein auf eng mit der Pfarrei St. Martin verbunden. Das fing mit dem Ministrieren an, später wirkte er in Jugendgruppen mit. Seit vielen Jahren arbeitet er aktiv in der Kirchenverwaltung mit, außerdem im neuen Förderverein, der sich für die Sanierung der Martinskirche ins Zeug legt und unterschiedliche Aktionen zugunsten der Kirchensanierung veranstaltet. Seine handwerklichen Fertigkeiten stellt Schröder als Krippenbauer und auch sonst rund ums Jahr zur Verfügung.

Ilse Seidl (69) und Waltraud Schwind (77) und sind vom ersten Tag an im Sozialladen Immerland der Diakonie an der Promenade tätig. Die Gundelsheimerin und die Bambergerin engagieren sich bei der Entgegennahme von Spenden, der Gestaltung des Ladens sowie bei Veranstaltungen und Aktionen von "Immerland". Beide zeichnet ein sehr persönlicher Umgang mit den Besuchern und Kunden aus. Für sie steht der Mensch im Mittelpunkt, weshalb sie auch immer ein offenes Ohr für persönliche Anliegen haben.


Neue Vorschläge willkommen

Wie aus der Statistik der Stadt Bamberg hervorgeht, wurde die Bamberger Bürgernadel bisher an 36 Männer und 42 Frauen verliehen, jeweils mit Urkunde und Blumenstrauß. Das Durchschnittsalter der Geehrten liegt bei 65 Jahren. Die ältesten und jüngsten Empfänger waren 92 und 29 Jahre.

Nach der Bürgernadel-Verleihung ist vor der Verleihung: Für die nächste Ehrung im ersten Halbjahr 2017 nimmt die Stadtverwaltung ab sofort Vorschläge entgegen. Zu richten sind sie an Anja Klüser-Macioschek im Rathaus Maxplatz, Telefon 0951/871137, E-Mail: anja-klueser@stadt.bamberg.de.
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