LKR Bamberg
Kinderfeuerwehren

Die kühlen Spritzer taten gut

"Löschzwerge" und "Feuerdrachen" wurden beim Kreiskinderfeuerwehrtag in Bischberg mit Spaß und Spiel an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Möglichst zielgenau spritzen sollten die "Bambini-Feuerwehrler" bei dieser Station. Foto: Martin Wohlgetan
Möglichst zielgenau spritzen sollten die "Bambini-Feuerwehrler" bei dieser Station. Foto: Martin Wohlgetan
+12 Bilder
Iiihh, ist das kalt", kreischt Marie. Im nächsten Moment hält sie jedoch inne und genießt die kühlen Spritzer aus dem Feuerwehrschlauch, das Thermometer zeigt schließlich weit über 30 Grad an. Ihr Kamerad Leo belässt es nicht bei ein paar Spritzern: Er steckt gleich seinen ganzen Kopf in einen Eimer Wasser, um sich abzukühlen. Denn es war nicht nur heiß, sondern durchaus auch schweißtreibend und anstrengend beim vierten Kreiskinderfeuerwehrtag in Bischberg.

Der Einladung der Kinderfeuerwehr Bischberg folgten neun Kinderfeuerwehrgruppen aus dem Bamberger Landkreis. An die 90 Kinder absolvierten in Teams einen Aktionsparcours auf dem Schulhof der Bischberger Grundschule mit zwölf Stationen, sammelten Punkte und kämpften um einen Wanderpokal.


"Und los", schallt das Kommando des Zeitmessers über den Schulhof und Leo, Max, Maria und Nico versuchen sich daran, möglichst schnell einen Golfball durch einen dicken Feuerwehrschlauch zu manövrieren. "Alle Hände werden gebraucht!", ermahnt die Betreuerin von außen, "Mann, Max, nicht da unten anfassen", weist Leo seinen Kameraden an. Die Kinder sind mit Ehrgeiz bei der Sache, schließlich geht es um die schnellste Zeit und wertvolle Punkte. Da fließen dann auch schon mal die Tränen, die von tröstenden Eltern schnell getrocknet werden müssen.

Weiter hinten versuchen sich vier Kinder möglichst schnell in viel zu große Feuerwehruniformen für Erwachsene zu zwängen und eine kurze Strecke zu sprinten. Das sieht äußerst ulkig aus, wenn vier überdimensionierte Feuerwehrhelme über den Hof stolpern. "Aber das mit dem Verkleiden hat am meisten Spaß gemacht", verrät Marie aus Röbersdorf freudestrahlend.

Ihre Kameraden dagegen favorisierten einhellig eine andere Übung: mit der Spritze in einer vorgegebenen Zeit möglichst viel Wasser in einen Eimer zu spritzen. Hier galt es ruhige, kräftige Arme zu besitzen, "denn die Spritze geht ganz schnell von alleine", wie die elf-jährige Johanna feststellte. Doch wenn etwas daneben ging, hatte es zumindest den positiven Nebeneffekt, dass die herumstehenden Kinder eine kurze Abkühlung bekamen.
Nicht alle Übungen hatten einen klaren Feuerwehrbezug. Die kleinen Floriansjünger mussten sich auch im Sackhüpfen, Eierlauf und Puzzlen beweisen. "Geschicklichkeit, Schnelligkeit, aber auch Zusammenhalt, Vertrauen und Gemeinschaft sind wichtige charakterliche Komponenten, die die Feuerwehr auszeichnen", verrät Matthias Kröner, Vorstand der FFW Bischberg, und diese vermittelt man Kindern idealerweise über Spiel und Spaß.

Die Frankendorfer siegen

Ramona Gratza, Jugendleiterin der Kinderfeuerwehr Bischberg und organisatorischer Kopf des diesjährigen Kreiskinderfeuerwehrtags, vergleicht die Atmosphäre mit einem riesigen Kindergeburtstag: "Die Feuerwehrkinder aus dem Landkreis sehen sich so einmal im Jahr, lernen einander kennen und haben einen spaßigen Tag." Den Wanderpokal für die meisten Punkte sicherte sich schließlich die Bambini-Feuerwehr "Bergfüchse" aus Frankendorf. "Aber eigentlich sind alle Teilnehmer Gewinner, ihr habt heute Tolles geleistet, während andere im Schwimmbad lagen", zollte auch Landrat Johann Kalb (CSU) allen Teilnehmern Lob und Respekt. Zur Belohnung gab es für alle ein Eis. Das kühlt genauso wie eine Feuerwehrspritze.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren