Bamberg
Einblicke

Die Ministerin in der Backstube

Auf Einladung der Bamberger CSU besuchte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zwei mittelständische Betriebe: Leuchtenhersteller RZB und Bäckerei Fuchs.
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Nur keine Berührungsängste: Ilse Aigner im Hauptwerk der Bäckerei Fuchs in der Rodezstraße Fotos: RiegerPress
Nur keine Berührungsängste: Ilse Aigner im Hauptwerk der Bäckerei Fuchs in der Rodezstraße Fotos: RiegerPress
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Der Leuchtenhersteller Rudolf Zimmermann Bamberg (RZB) und die Bäckerei Fuchs sind zwei Bamberger Unternehmen, die zwar jeweils in einer anderen Branche tätig sind, aber seit vielen Jahren auf der Erfolgsspur schwimmen und somit für den Bamberger Mittelstand eine wichtige Säule sind. Davon überzeugte sich Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), die auf Einladung von der Bamberger Landtagsabgeordneten Staatsministerin Melanie Huml (CSU) und des Bamberger CSU-Kreisvorsitzenden, Bürgermeister Christian Lange, jetzt den beiden Firmen einen Besuch abstattete.

Rund eineinhalb Stunden Zeit nahm sich die Wirtschaftsministerin für den Leuchtenhersteller RZB. Ein inzwischen weltweit tätiges Unternehmen, welches seit mehr als 75 Jahren von Bamberg aus Lichtgeschichte schreibt. "Wir haben zwar in Suhl und Sondershausen zwei weitere Standorte sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen, aber Bamberg bleibt weiterhin der Kopf der Firma", schilderte Geschäftsführer Reiner Jürgens.

Wie sehr RZB mit dem Standort Bamberg verbunden ist, zeigt die Tatsache, dass der Leuchtenhersteller aktuell seinen Produktionsstandort im Hafen erweitert und dafür rund 30 Millionen Euro in die Hand nimmt.

Doch Investitionen alleine reichen bei weitem nicht mehr aus, um erfolgreich gegen den asiatischen und nationalen Markt bestehen zu können, betonte Geschäftsführer Alexander Zimmermann. "Wir müssen ständig neu entwickeln. Denn der Leuchtenmarkt ist ähnlich schnelllebig wie die Computerbranche. Was man heute auf den Markt bringt, ist morgen schon wieder veraltet", so Zimmermann. Zumal sich gerade der LED-Markt rasant verändere.

Der Leuchtenhersteller setzt übrigens nur noch auf LED-Beleuchtung und hat, sich wie die beiden Geschäftsführer unterstreichen, vom mechanischen Betrieb im Laufe der Jahrzehnte immer mehr zu einem elektronischen Unternehmen gewandelt. Und man biete nicht mehr einfach nur Leuchten an, sondern inzwischen komplette Lichtsysteme.


Tradition ist Trumpf

Ganz anders die Bäckerei Fuchs, die zweite Station von Ilse Aigner: sie ist ausschließlich in der Region tätig. Hat aber hier mit ihrem Filialsystem eine große Ausbreitung. Die Geschichte der Bäckerei Fuchs geht zurück auf den Limbacher Bäcker Franz Lediger, der im Jahr 1885 in Bamberg sein Gewerbe als Bäcker anmeldete. 1897 erwarb er im Zinkenwörth den "Brückleinsbeck" - ein über 400 Jahre altes Anwesen mit eigener Backstube. In der dritten Generation erhielt die Bäckerei durch die Heirat von Gerda Lediger mit dem Bäckermeister Andreas Fuchs ihren heutigen Namen und wurde ab 1977 in der vierten Generation mit seinerzeit fünf Mitarbeitern von Harald und Hyazintha Fuchs erfolgreich weitergeführt. Die Entwicklung gestaltete sich folgend derart positiv, dass man sich im Jahr 1990 für den Neubau in der Bamberger Rodezstraße entschied.

"Der Besuch in Bamberg hat mir wieder einmal gezeigt, dass die mittelständischen Betriebe das Rückgrat für Bayern sind", betonte Ilse Aigner. Beide Unternehmen böten wichtige Ausbildungsplätze für junge Menschen an. Zudem würden sie von Unternehmerpersönlichkeiten geführt, die sehr innovativ tätig seien. "Von der Firma Zimmermann bin ich überrascht, wie sich diese als weltweit tätiges Unternehmen weiterentwickelt hat. Die Firma Fuchs hingegen steht für Qualität, was die Produktion von hervorragenden Lebensmitteln betrifft", resümierte sie.

Kleine Randnotiz: Die Ministerin suchte schon lange eine neue Lampe für ihr Büro. Bei RZB wurde sie nun fündig.
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