Bamberg
Brunnen

Die Humsera erfrischt wieder

Die Stadtwerke Bamberg haben den Brunnen in der Innenstadt vor der Martinskirche umgebaut. Damit fließt nach vierzig Jahren erstmals wieder Trinkwasser aus dem Brunnen.
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Jonas (2) und seine Mutter Simone freuen sich, dass die Humsera wieder Trinkwasser spendet. Foto: RiegerPress
Jonas (2) und seine Mutter Simone freuen sich, dass die Humsera wieder Trinkwasser spendet. Foto: RiegerPress
Nach dreijähriger Trockenheit fließt am Humsera-Brunnen in der Fußgängerzone wieder das Wasser. Und mehr noch: Nach über vierzig Jahren kann man sich damit nicht nur die Hände waschen, sondern es sogar wieder trinken.

Kein Wunder, dass die Resonanz bei der offiziellen "Wiederbelebung" des Brunnens groß war. So war der zweijährige Jonas einer der ersten, der einen großen Schluck des kühlen Wassers nahm. Und dies noch vor dem Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und dem Chef der Stadtwerke Klaus Rubach.

Dass das Wasser bei der Gärtnerin wieder fließt, ist den Stadtwerken zu verdanken. Denn die haben den Brunnen umgebaut und den Knopf entfernt, mit dem man früher das Wasser sprudeln lassen konnte. "Jetzt läuft das Wasser von Mai bis September stetig, aber langsam", freute sich Rubach.
Durch den ständigen Fluss des Wasser beuge man Verkeimungen vor, die entstehen können, wenn das Wasser zu lange in der Leitung steht. Auch werde man künftig die Wasserqualität genau im Auge haben und von Zeit zu Zeit Wasserproben entnehmen.

Oberbürgermeister Andreas Starke, der gleich mehrere Becher des kühlen Wassers trank, betonte, dass mit der Inbetriebnahme des Brunnens Bamberg eine alte Tradition wiederbelebt werden konnte. Denn schon früher habe die Humsera gesundes Trinkwasser gespendet - bis aus hygienischen Gründen nur noch "normales" Wasser floss und er vor rund drei Jahren aus technischen Gründen ganz still gelegt wurde. "Ich denke, alle Bürger werden sich nun freuen, wieder frisches Trinkwasser an dieser zentralen Stelle genießen zu können", sagte Starke. Schließlich sei der Umbau des Brunnens ein Geschenk für alle Bürger und Besucher der Stadt.

Die Bamberger verbrauchen pro Jahr rund 5,2 Millionen Kubikmeter Wasser, an Spitzentagen bis zu 25 000 Kubikmeter. Der größte Teil hiervon wird in und um Bamberg gewonnen und in den drei Wasserwerken im Stadtwald, in der Gereuth und den Buger Wiesen aufbereitet. Rund 1,9 Millionen Kubikmeter Wasser beziehen die Stadtwerke über die Fernwasserversorgung Oberfranken aus dem Donau-Lech-Gebiet. Das Leitungsnetz für die Wasserversorgung ist 322 Kilometer lang. Ein Liter Trinkwasser kostet aktuell 0,187 Cent. Im Vergleich dazu ist eine Literflasche Mineralwasser mit einem Preis von 60 Cent 300 Mal so teuer.





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