Geisfeld
Tradition

Die Hexen und der Strohbär vertrieben den Winter

In Geisfeld hat der Umzug am Faschingsdienstag immer diesen einen besonderen Aspekt.
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Die Hexen mit dem Strohbären, Chinesen und Schneemänner im Geisfelder Zug  Fotos: Dieter Heim
Die Hexen mit dem Strohbären, Chinesen und Schneemänner im Geisfelder Zug Fotos: Dieter Heim
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"Die Mayas sagten den Weltuntergang voraus, doch die Geisfelder feierten in Saus und Braus", war der Titel eines Themenwagens und das galt auch für den Fastnachtszug, der sich, angeführt vom Strohbären und einer immer größer werdenden Schar von wild aussehenden, mit Besen bewaffneten Hexen, durch eine dicht stehende Zuschauermenge im Dorf bewegte.

Musikalisch lautstark von zwei maskierten Blaskapellen begleitet mischten sich zahlreiche Fußgruppen unter die von der Kulturellen Dorfgemeinschaft und dem Sportverein DJK gestalteten Wagen. Da nahm sich die KDG zu ihrem 65. Ruhestandsgeburtstag wegen der schlummernden Theatergruppe selbst auf die Schippe und der fünfzigjährige "Superwirt" wurde wegen der seiner Großzügigkeit am Geburtstag gefeiert; ein Hühnerzüchter fand seine Frau durch Gesang und der "Kerwäsbaam" wurde zur Abschussrampe für Vogelkot.


Architektonische Besonderheiten im Neuaugebiet wurden ebenso karikiert wie die Forderung nach einer Rampe für Rollatorfahrer an der Kirchentreppe. Besonders aufwendig und adrett zeigten sich die Fußgruppe der Chinesen und die des Kindergarten als Schneemänner. Die Roßdorfer hatten ihren voluminösen Bierkönig auf dem Thron ebenso mitgebracht wie ihre traditionelle Gulasch- und Glühweinkanone, der wegen der beißenden Kälte kräftig zugesprochen wurde. Am Schluss wärmten sich die Hexen am verbrennenden Stroh des Bären und alle freuten sich auf das kommende Ende des Winters.

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