Würgau

Die Hangbrücke bei Würgau ist fertig

Spätestens Montagabend sollen nach über einem Jahr Bauzeit die ersten Autos über das neue Bauwerk der A 70 rollen. Allerdings mit Einschränkungen.
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Die südliche Hangbrücke der A 70 (rechts) ist betoniert, asphaltiert und markiert. Am 14. November soll der Verkehr wieder über das neue Bauwerk rollen.  Foto: Ronald Rinklef
Die südliche Hangbrücke der A 70 (rechts) ist betoniert, asphaltiert und markiert. Am 14. November soll der Verkehr wieder über das neue Bauwerk rollen. Foto: Ronald Rinklef
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Robert Zimmermann blickt zufrieden auf das fertige Bauwerk. Der Bauleiter der Autobahndirektion Nordbayern steht unterhalb der neu gebauten südlichen Hangbrücke. "Insgesamt sind wir gut vorangekommen", lautet die Bilanz des Ingenieurs. Mit leichter zeitlicher Verzögerung wurde seit September vergangenen Jahres die 400 Meter lange Hangbrücke durch ein neues Bauwerk ersetzt. Die Fahrbahn ist inzwischen asphaltiert und markiert.


Weiterhin auf einer Spur

Zimmermann hat bereits die erste Testfahrt hinter sich: "Fährt sich gut", sagt er. Spätestens am Montagabend (14. November) soll der restliche Verkehr über die neue Brücke rollen. Dann erfolgt die Freigabe. Allerdings weiterhin nur auf einer Spur. An den Seiten laufen noch Restarbeiten. Die Fahrt über die neue Brücke soll relativ mittig erfolgen.

In Richtung Bamberg fließt der Verkehr ebenso weiterhin nur auf einer Spur. Denn auch am alten Bauwerk stehen letzte Wartungsarbeiten an. Außerdem müssen laut Zimmermann die Betontrenner zwischen den Fahrbahnen rückgebaut werden. Der Mann von der Bayreuther Direktion verspricht aber: "Ab dem 1. Dezember sind wir komplett raus."

Mit rund 29.000 Fahrzeugen, die am Tag im Durchschnitt über die beiden Hangbrücken bei Würgau rollen, ist der Abschnitt der A70 eine der weniger befahrenen Strecken. Laut Zimmermann haben sich dadurch die Auswirkungen auf den Verkehr in Grenzen gehalten.

Eine positive Bilanz zieht auch Werner Schnödt, Leiter der Verkehrspolizei Bamberg: "Den Umständen entsprechend hat es funktioniert." Und der Kommandant der Scheßlitzer Feuerwehr, Claus Freudensprung, bilanziert: "Wir sind gut durchgekommen. Es gab bisher keine größeren Unfälle." Das Rettungskonzept umfasste eine Vielzahl von Einsatzkräften: Die Feuerwehren Scheßlitz, Drosendorf, Stadelhofen, Steinfeld, Gräfenhäusling sowie Wattendorf und Königsfeld waren eingebunden, ebenso das Technische Hilfswerk.

Größere Probleme im Verkehr hat es zumindest in der Bauzeit seit September 2015 nicht allzu häufig gegeben. Wenn es klemmte, dann allerdings ordentlich: Ein paar Lastwagen sind am Hang in Fahrtrichtung Bayreuth stehengeblieben. In der beengten Baustelle kam es dann schnell zu Rückstaus. Die größten Auswirkungen waren erst vor ein paar Tagen zu spüren: In der vergangenen Woche war aufgrund eines Wintereinbruchs und Straßenglätte der Verkehr über Stunden in beiden Richtungen zusammengebrochen.


Kosten bleiben im Rahmen

Die Erleichterung wird zur kompletten Freigabe der Brücke auch in Würgau groß sein: Schließlich verlief über die B22 durch den Ort und über den Würgauer Berg die Umleitungsstrecke. "In Würgau wird man aufatmen", hatte Scheßlitz' Zweiter Bürgermeister Holger Dremel (CSU) jüngst bei einem offiziellen Termin vor der Freigabe gesagt.

Die Kosten des Neubaus von rund 8,2 Millionen Euro trägt der Bund. Dieser finanzielle Rahmen habe eingehalten werden können, erklärt Bauleiter Zimmermann.

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