Pödeldorf

Die Giechburgschule bekommt Außenstelle in Pödeldorf

Das Förderzentrum in Scheßlitz kämpft schon seit Jahren mit Platzproblemen. Zum kommenden Schuljahr hat sich nun eine vorübergehende Lösung aufgetan.
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Die Giechburgschule kann nun die Pödeldorfer Schule nutzen. Froh darüber sind Schulleiterin Jutta Endres und Stellvertreter Karl-Heinz Oppel (links). Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) hatte das Gebäude angeboten, Landrat Johann Kalb (CSU, Zweiter v. l.) sieht eine gute Lösung. Foto: Ronald Rinklef
Die Giechburgschule kann nun die Pödeldorfer Schule nutzen. Froh darüber sind Schulleiterin Jutta Endres und Stellvertreter Karl-Heinz Oppel (links). Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) hatte das Gebäude angeboten, Landrat Johann Kalb (CSU, Zweiter v. l.) sieht eine gute Lösung. Foto: Ronald Rinklef
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Für Karl-Heinz Oppel schließt sich persönlich ein Kreis. Wenn die Giechburgschule Scheßlitz zum kommenden Schuljahr vier Klassen in die ehemalige Grundschule nach Pödeldorf verlagert, dann kehrt die Förderschule, an der Oppel tätig ist, wieder dahin zurück, wo alles angefangen hat: "Ich habe hier 1982/83 unterrichtet", erzählt der stellvertretende Schulleiter am Rande einer Besichtigung der Schule in Pödeldorf. Bis 1983 war die heutige Giechburgschule dort untergebracht. Die Klassen 7 und 9 wurden damals in Pödeldorf unterrichtet. "Die unteren Klassen waren in Ludwag untergebracht", sagt Oppel, der die Rückkehr kurz vor der Pensionierung erlebt.


Kein Platz für Container

Damals in den 80er-Jahren stellten die Schülerzahlen allerdings nur einen Bruchteil dessen dar, was heute der Fall ist: Damals waren es 80, derzeit besuchen 240 Kinder (mit Vorschulgruppen) die Schule, die neben der Don-Bosco-Schule in Stappenbach eines von zwei privaten sonderpädagogischen Förderzentren im Landkreis ist.

Zwei Mal wurde das Gebäude in Scheßlitz bereits erweitert, doch: "Es reicht eben nicht", erklärt Leiterin Jutta Endres. Sämtliche Räume in der Giechburgschule seien inzwischen belegt. Wenn die Rektorin manchmal auf den Acker neben ihrer Schule blickt, dann stellt sie sich vor, wie eine Erweiterung für Entlastung sorgen würde. Doch ist ein solches Vorhaben momentan nicht in Sicht. Auch für eine Containerlösung sei um die Schule kein Platz vorhanden.

Dann kam im Frühjahr das Angebot aus Litzendorf. Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) bot dem Trägerverein der Schule "Hilfe für Schüler an Förderschulen im Landkreis Bamberg e.V." die ehemalige Grundschule zur Miete an.

Dort waren bis vor zwei Jahren Kinder der Klassen 1 bis 4 unterrichtet worden. Zuletzt war dort die Kinderkrippe untergebracht, die inzwischen in den Neubau nach Naisa gezogen ist. Eine verbliebene Schülerhortgruppe im Obergeschoss soll laut Möhrlein nach Litzendorf verlagert werden.

Die Voraussetzungen einer schnellen Nutzung der ehemaligen Grundschule ab kommendem Schuljahr seien gut, die stationären Anlagen seien erst im vergangenen Jahr erneuert worden. Landrat Johann Kalb (CSU) sprach bei der Besichtigung der Räume von einer guten Übergangslösung. Generell sei es schwierig abzuschätzen, wie sich die Schülerzahlen entwickelten. Er sieht in der jetzt erreichten Lösung aber "für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation". Auch die Regierung von Oberfranken hat laut Schulleiterin Endres ihre Zustimmung gegeben.


Unterricht beginnt um 8.15 Uhr

Ganz geräuschlos läuft ein solche Verlagerung nicht ab: In einem Brief hatten betroffene Eltern an den Landrat geschrieben, dass sie ihren Nachwuchs nur ungern auf eine längere Busfahrt schicken wollen. Auch Schulleiterin Endres sagt, dass bei der Elternversammlung zu Beginn Skepsis herrschte, am Ende habe es aber Applaus gegeben.

Die Schulleitung hat eigens für die "Außenstelle Pödeldorf" ein pädagogisches Konzept entwickelt. Die rund 40 Schüler der ersten und einer zweiten Klasse werden jeden Morgen per Bus von Scheßlitz nach Pödeldorf gebracht.

Deshalb fange der Unterricht 15 Minuten später an, so Endres. Allen Schülern würden außerdem 25 Unterrichtsstunden gewährt, die von den Klassenlehrern gehalten werden. Der Sport wird zunächst in Litzendorf stattfinden. Das große Plus dafür in Pödeldorf: Es gibt einen Spielplatz mit viel Grün neben dem Schulgebäude. "Das ist für beide Seiten eine gute Geschichte", findet Bürgermeister Wolfgang Möhrlein.
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