Bamberg
Sanierung

Die Europabrücke in Bamberg wird erneut Baustelle

Autofahrer müssen sich auf Staus im Norden von Bamberg einstellen. Der Übergang der Europabrücke hat sich gesenkt. Am 14. November beginnt die Reparatur
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"Vorsicht Bodenwelle!", heißt es am Margaretendamm: Der Übergang an der Europabrücke hat sich abgesenkt - mit den Arbeiten zwischen April und August in dem Bereich hat dies laut Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt (EBB) aber nichts zu tun.  Foto: Matthias Hoch
"Vorsicht Bodenwelle!", heißt es am Margaretendamm: Der Übergang an der Europabrücke hat sich abgesenkt - mit den Arbeiten zwischen April und August in dem Bereich hat dies laut Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt (EBB) aber nichts zu tun. Foto: Matthias Hoch
Es geht um nicht einmal drei Zentimeter. Doch: "Kleine Ursache, große Wirkung", sagt Claus Reinhardt, Sprecher des Baureferats der Stadt. Um diese wenigen Zentimeter hat sich der Übergang an der Europabrücke gesenkt. Die Folge: Eine Sanierung bis Ende November ist zwingend notwendig. Damit kommen ab Montag, 14. November, erneut Verkehrsbehinderungen auf die Autofahrer im Norden von Bamberg zu. Das sei unvermeidlich, gibt Reinhardt das Urteil der Experten des Entsorgungs- und Baubetriebs der Stadt (EBB) weiter. Eine Überprüfung hatte das Problem zutage gebracht.


Puffer sind verrutscht

Schuld sind die kleinen Kunststoffpuffer der sogenannten Übergangskonstruktion: Damit sich die Europabrücke in Längsrichtung je nach Temperatur ausdehnen oder zusammenziehen kann, ist der Überbau flexibel mit dem Brückenende am Margaretendamm verbunden. Unter der Übergangskonstruktion sorgen die drei Zentimeter hohen Kunststoffpuffer normalerweise für ausreichend Spiel. Doch sind diese im Laufe der Jahre verrutscht.
Dadurch sei an der nur 27 Zentimeter breiten Fuge für Autofahrer eine spürbare Bodenwelle entstanden, so Reinhardt. Vorsorglich hat die Stadt das Tempo vor der 167 Meter langen Brücke bereits auf 30 km/h reduziert.

Erst zwischen April und August hatten Bauarbeiten an der sogenannten Nordtangente im Bereich Magazinstraße und Margaretendamm unmittelbar vor der Europabrücke stattgefunden. Laut Reinhardt habe die Absenkung des Brückenübergangs aber nichts mit diesen Arbeiten zu tun: "Einen direkten Zusammenhang sehen die Experten nicht, weil die Konstruktion außerhalb des damaligen Baufeldes liegt." Vielmehr sei von einem Verschleiß aufgrund der hohen Belastung der 1985 erbauten Brücke auszugehen.


Konstruktion wird angehoben

Dem Autoverkehr stehen während der Arbeiten, die voraussichtlich bis 25. November dauern, auf der Achse Magazinstraße - Europabrücke - Regensburger Ring im Wechsel zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Für Fußgänger und Radfahrer gelten laut Auskunft der Stadt die bisherigen Regelungen. In der Baustelle sind Querungshilfen aufgestellt, dort müssen Radfahrer absteigen.

Ortskundigen Autofahrern empfiehlt die Verwaltung, den Baustellenbereich nach Möglichkeit zu meiden und alternative Zufahrtswege zur Innenstadt zu wählen.


Kosten: rund 100.000 Euro

Laut Auskunft des EBB muss ein Bereich von rund fünf Metern vor und hinter der Übergangskonstruktion als Baufeld gesperrt werden. Und zwar jeweils abschnittsweise auf etwa einem Drittel der Fahrbahn. Die Arbeiten an den beiden mit Kunststoffbändern verbundenen Metallschienen, die über die gesamte Breite der Brücke von zwölf Metern verlaufen, finden zwar in der Hauptsache unter der Brücke statt. Doch um die insgesamt 36 Puffer (Gleitlager) zu erneuern, müssen die Traversen, auf denen die Schienen befestigt sind, abschnittsweise hydraulisch angehoben werden. Außerdem werden die Kunststoffbänder von oben ausgetauscht.
Die Kosten für die Erneuerung bewegen sich knapp unter 100.000 Euro.


Drei Bauphasen vom 14. bis 25. November

Umleitung Vom 14. bis voraussichtlich 25. November laufen die Arbeiten in drei Abschnitten am Übergang der Europabrücke am Margaretendamm. Über alle drei Bauphasen hinweg ist von Gaustadt kommend nur das Geradeausfahren (Richtung Siechenkreuzung) und das Rechtsabbiegen in den Margaretendamm (Richtung Löwenbrücke) erlaubt. Das Linksabbiegen in Richtung Hafen beziehungsweise Lichtenhaidestraße ist untersagt. Hier verläuft die Umleitungsstrecke über Siechenkreuzung - Hallstadter Straße - Lichtenhaidestraße.

Phase 1 bis 17. November
Das Baufeld befindet sich in der ersten Bauphase auf der rechten Fahrbahn in Fahrtrichtung Gaustadt. Der Kfz-Verkehr in Richtung Gaustadt wird links an der Baustelle vorbeigeführt. Das Rechtsabbiegen aus dem Hafengebiet (Hafenstraße - Margaretendamm) in Richtung Gaustadt ist nicht möglich. Von Hallstadt kommend verläuft die empfohlene Umfahrung über Siechenstraße - Magazinstraße.

Phase 2 bis 22. November
Das Baufeld befindet sich auf der Fahrbahnmitte (das heißt Linksabbiegespur aus Richtung Gaustadt kommend). Der Kfz-Verkehr in Richtung Gaustadt wird rechts an der Baustelle vorbeigeführt. Das Rechtsabbiegen vom Hafen/Margeretendamm in Richtung Gaustadt ist wieder möglich.

Phase 3 bis 25. November
Das Baufeld befindet sich auf der rechten Fahrbahn in Fahrtrichtung Siechenkreuzung. Der Kfz-Verkehr in Richtung Gaustadt wird links an der Baustelle vorbeigeführt.

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