Bamberg
Auszeichnung

Deutscher Brückenbaupreis für den Erba-Steg in Bamberg

Der Bamberger Erba-Steg ist einer der Gewinner des in Dresden vergebenen Deutschen Brückenbaupreises 2014. Als dafür maßgeblich verantwortliche Ingenieure wurden Matthias Dietz und der verstorbene Johann Grad geehrt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bis November 2010 diente der Erba-Steg als Ersatz für die Kettenbrücke, dann kam er an die Erba-Insel. Unter anderem für diese Doppelfunktion wurde der Steg mit dem Deutschen Brückenbaupreis gewürdigt.  Foto: Ronald Rinklef/Archiv
Bis November 2010 diente der Erba-Steg als Ersatz für die Kettenbrücke, dann kam er an die Erba-Insel. Unter anderem für diese Doppelfunktion wurde der Steg mit dem Deutschen Brückenbaupreis gewürdigt. Foto: Ronald Rinklef/Archiv
+3 Bilder
Der Erba-Steg in Bamberg hat den Deutschen Brückenpreis 2014 in der Kategorie "Fuß- und Radwegbrücken" erhalten. Die Jury befand, dass die Idee der Brücke mit ihrer doppelten Nutzung nicht nur eine bemerkenswert nachhaltige Lösung ist, sondern auch die dafür entwickelte Konstruktion und der damit verbundene Wechsel des statischen Systems eine großartige Ingenieurleistung darstellt.

An ihrem endgültigen Standort füge sich die Brücke nahezu perfekt in die Umgebung ein und setze dabei neue Maßstäbe für Eleganz, Leichtigkeit und Grazilität, so die Begründung der Jury zur Arbeit von Architekt Matthias Dietz, Bamberg, und dem 2013 verstorbenen Ingenieur Johann Grad, Ingolstadt.


Großartige Ingenieursleistung

Der Erba-Steg war während der Umbauarbeiten der Kettenbrücke ab 2009 als Behelfssteg eingesetzt worden. 2010 wurde der 60 Meter lange "Fünferless-Steg" dann zum Altarm des linken Regnitzarms an die Erba-Halbinsel verlegt - seinem endgültigen Standort.


1000 Gäste

Neben dem Erba-Steg wurde auch die Eisenbahnbrücke über das Gänsebachtal bei Buttstädt in Thüringen in der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" ausgezeichnet.

Mit den Preisträgern erlebten rund 1000 Gäste die feierliche Verleihung des Deutschen Brückenbaupreises im Audimax der TU Dresden am Montag.

Der Preis wird von der Bundesingenieurkammer (BIngK) und dem Verband Beratender Ingenieure (VBI) verliehen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt den Deutschen Brückenbaupreis als Schirmherr. Gefördert wurde der Wettbewerb vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Hauptsponsor ist die Deutsche Bahn AG.


37 Bewerbungen

Der Deutsche Brückenbaupreis wird von BIngK und VBI alle zwei Jahre vergeben, um den Beitrag der Ingenieure zur Baukultur stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Der Preis dient der Auszeichnung kreativer Ingenieurleistungen in der Königsdisziplin des Ingenieurbaus. Zum Deutschen Brückenbaupreis 2014 waren 37 Bewerbungen eingegangen.

Kommentare (2)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren