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Bamberg
Natur

Der Große Eichenbock wohnt im Bamberger Hain

Bei der bayernweiten Auftaktveranstaltung der Artenschutzkampagne "Bayerns Ureinwohner" im Bamberger Hain wurde auch der "Große Eichenbock" vorgestellt.
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Stattliche Exemplare des Eichenbocks sind mehr als fünf Zentimeter groß.  Fotos: Michael Gründel
Stattliche Exemplare des Eichenbocks sind mehr als fünf Zentimeter groß. Fotos: Michael Gründel
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Selten wie der Große Eichenbock und prächtig wie die Blaue Prachtlibelle sind viele der Tiere und Pflanzen in Bayern. Mit Eichenbock, Prachtlibelle und fünf weiteren Arten startet die Artenschutzkampagne Bayerns UrEinwohner der bayerischen Landschaftspflegeverbände neue Aktionen für die heimische Artenvielfalt. "Mit den Projekten der Landschaftspflegeverbände wird die biologische Vielfalt erfahrbar und das Interesse an deren Artenreichtum geweckt.

Wer die Vielfalt der Arten, Lebensräume und Landschaften in der eigenen Umgebung kennen lernt, versteht besser, wie wertvoll Natur für die Menschen ist. Ich bin ein echter Fan der Ureinwohner Projekte", so Umweltstaatssekretärin Melanie Huml, die in dieser Woche den Startschuss für die Kampagne gab.

Der Große Eichenbock ist der "Ureinwohner" des Landschaftspflegeverbands Bamberg in der Stadt Bamberg. Er kommt bayernweit nur im Bürgerpark Bamberger Hain vor.
Käferexperte Martin Bücker entführte die Zuhörer in die Biologie des Heldbocks. Die alten, großen, oft schon in der Absterbephase befindlichen Stieleichen sind sein Zuhause. Dort lebt er im Verborgenen, bis er in einer lauen Sommernacht seinen Baum verlässt.

Der Großkäfer hat kein großes Ausbreitungsvermögen und hält daher über Generationen an "seiner Eiche" fest. Darum ist es so wichtiger, dass die Uraltbäume erhalten, aber auch neue nachgepflanzt werden. Bamberg habe für das Überleben des seltenen Käfers eine große Verantwortung, so Bücker.

Jürgen Gerdes vom Umweltamt der Stadt Bamberg freute sich, dass diese unbekannten Bewohner jetzt ins Scheinwerferlicht gerückt werden. "Die Haingögerla kennt noch jeder Bamberger, dass es im Hain dreizehn verschiedene Fledermausarten gibt, wissen nur die wenigstens. Den imposanten Heldbock kennen nur noch die Experten." Das soll sich nun ändern. Am selben Tag wurde der Große Eichenbock im Bamberger Hain tatsächlich gesichtet.

Der Landschaftspflegeverband Bamberg will gemeinsam mit dem Umwelt- und Gartenamt sowie dem Bürgerparkverein Bamberger Hain das Bewusstsein für diesen seltenen Parkbewohner wecken. Im Projektzeitraum sind verschiedene Exkursionen und Umweltbildungsaktionen geplant. Eichen sollen gepflanzt, eine Kunstaktion mit Eichenholz gestartet und verschiedene Mitmachaktionen angeboten werden.
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