Hirschaid

Der Bürgermeister in Hirschaid ist entmachtet

In Hirschaid hat das Prinzenpaar Benjamin I. und Kathrin I. die Regentschaft übernommen. Der Faschingsauftakt machte bereits Appetit auf mehr in der närrischen Saison.
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Bürgermeister Klaus Homann übergibt den Schlüssel an Prinzessin Kathrin und Prinz Benjamin.
Bürgermeister Klaus Homann übergibt den Schlüssel an Prinzessin Kathrin und Prinz Benjamin.
Da hatte er ihn noch in der Hand, den "Gemaaschlüssel", als er mit großem Gefolge in das prächtig dekorierte Faschingsambiente bei Möbel Neubert einzog: Bürgermeister Klaus Homann. Viel Volk war gekommen, um der Proklamation des neuen Prinzenpaares beizuwohnen. Bis aus Mainleus war die Faschingsgesellschaft des MCC mit Prinzessin, Elferrat und Zeremonienmeister angereist, um dem tollen Treiben den würdigen Rahmen zu geben.

In diesen Rahmen passte dann wunderbar die herzerfrischende Moderation von Romana Gensel und der stimmungsvolle Tanz der Neubertgarde - eine Augenweide alle beide. Ja und dann gab es auch eine melancholische, ja fast traurige Minute zu meistern. Denn Prinz Florian und seine Prinzessin Claudia mussten nun ihr Zepter ab- beziehungsweise übergeben. Aber sie hatten ja König Emil dabei, ihren fulminanten Begleiter und Sohn, der die die ganze vergangene Session mit regierte und auch diese Situation meisterte.

Der Prolog des alten Prinzenpaares ließ noch einmal viele Stationen passieren, eine Regentschaft mit über 30 Auftritten. Endlich war es dann soweit, das neue Prinzenpaar wurde inthronisiert: Benjamin I. aus dem Hause Wagner aus Erlach und Kathrin I. aus dem Hause Förster. Beide 21 Jahre alt, gemeinsam getauft, gemeinsam im Kindergarten, gemeinsame Schulzeit... "ja wo gibt's denn des?". In Häschaad. Dies zur Vita des neuen Prinzenpaares.


Schlüsselübergabe humorvoll gestaltet

Als dann noch die Moderatorin zu der Melodie der Fleischereifachverkäuferin (Michl Müller) die Prinzessin als Bäckereifachverkäuferin gesanglich präsentierte, war das Publikum schlichtweg aus dem Häuschen. Dann die Schlüsselübergabe. Sie wurde sichtlich humorvoll gestaltet: "Ja lieber Klaus (Homann), nicht mal ein Jahr im Amt und schon den Schlüssel, die Macht, wieder abgeben? Aber nimm es nicht so schlimm, denn am Aschermittwoch ist alles vorbei, wir sind Fasching Hirschaid, und zum Sparen bis dorthin haben wir keine Zeit", musste sich der Bürgermeister anhören.

Der führte dann tänzerisch gekonnt die neue Prinzessin über dass ihm bekannte Parkett im Möbelhaus. Unbedingt erwähnenswert aber vor allem der Tanz des neuen Prinzenpaares. Mit " Küss mich, halt mich, lieb mich" (aus Aschenbrödel) schwebten sie förmlich ihrer Regentschaft entgegen.

Und dann gab es endlich auch die Verleihung der Orden, bestens organisiert von Karin Schröder (Veranstaltung) und Stefan Ströhl (Orden). Der Bürgermeister, seine Frau Christine, die Mainleuser, die Häschaadä Elferräte und -rätinnen, alle wurden sie dekoriert vom neuen Prinzenpaar Benjamin I. und Kathrin I..

Musikalisch bestens interpretiert wurde dann das "Häschaadä Faschingslied", eine schunkelnde Runde war der Applaus für Musiker Günter Schramm. Natürlich konnten auch Hinweise auf künftige Veranstaltungen nicht fehlen. In charmanter Art wurde übermittelt, dass Hirschaid eigentlich eine Hochburg des fröhlichen Unsinns ist. Die Prunksitzungen am 31. Januar und 1. Februar, die Kinderprunksitzung am 25. Januar (Veranstalter Tanzrhythmus Hirschaid), der Faschingsumzug am 15. Februar und der Rosenmontags-Frühschoppen warfen ihre Schatten voraus. Wer das schon einmal erlebt hat weiß, dass Spaß garantiert ist.

Und nach der Inthronisation ging es zur Brauerei Kraus. Alle Teilnehmer bildeten beim Einmarsch eine prächtige Kulisse. Die Mainleuser mit ihren blauen Schwalbenschwänzen, altes und neues Prinzenpaar und dann die famose Stimmung. Wie lange? Keine Ahnung. "Ich bi scho um 1 ham", war am nächsten Tag von einem zu hören.

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