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Hirschaid
Ausstellung

Dem Mysterium auf der Spur

Dem Geheimnis der Heiligen Nacht nähern sich die über 400 Krippen aus aller Welt an, die in Hirschaid zu sehen sind. Schwerpunkt der Schau sind fränkische Hauskrippen.
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Mit viel Liebe zum Detail: die Krippe von Margit und Winfried Näther aus Tiefenstürmig in einem fränkischen Bauerhofensemble Foto: A. Spörlein
Mit viel Liebe zum Detail: die Krippe von Margit und Winfried Näther aus Tiefenstürmig in einem fränkischen Bauerhofensemble Foto: A. Spörlein
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Hirschaid Seit 2007 befindet sich im zweiten Stock der Alten Schule, gleich neben der Pfarrkirche St. Vitus, das Krippen-Museum Hirschaid. Über 50 Jahre sammelten Ingeborg und Hubert Patzelt Krippen-Exponate aus aller Welt und legten den Grundstock für die überaus sehenswerte Ausstellung.

Das Ehepaar verstarb 2014 und überließ Mathilde und Werner Bergmann ihre umfangreiche Sammlung. Mit viel Engagement und in der Tradition der Eheleute Patzelt kümmern sich die beiden nun um die Sammlung und haben sie auch schon um so manche Krippendarstellung erweitert.

Über 400 ausgewählte "Weihnachtskrippen aus aller Welt" mit dem Themenschwerpunkt "Fränkische Hauskrippe" werden in diesem Jahr präsentiert.
Daneben kann man die Sonderausstellung "Madonna mit Kind" mit Mariendarstellungen in verschiedenen Epochen, Formen und Größen bestaunen und darüber hinaus ausgewählte "Krippen-Exponate aus der Region" des Krippenbaumeisters Horst Wende und regionaler Krippenbau-Künstler.


Das Geheimnis der Heiligen Nacht

Pater Branko Petauer aus der slowenischen Zisterzienserabtei Sticna sprach bei der Eröffnung der Ausstellung davon, dass die Krippen das "Geheimnis der Heiligen Nacht zeigen" und dem Betrachter helfen, das Weihnachtsmysterium zu verstehen. Für Hirschaids Bürgermeister Klaus Homann (CSU) ist die Ausstellung immer eine "persönliche Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit". Er wünschte sich fürs nächste Jahr vom Krippenbaumeister Horst Wende eine "große Krippe für Hirschaid". Nähere Einzelheiten will man noch klären.

Ganz gleich ob es sich um eine moderne Specksteinkrippe aus Kenia, eine Krippendarstellung in einer Milchkanne oder um eine Spieldosen-Krippe aus den USA handelt - sie alle laden dazu ein, für einen Moment inne zu halten und zur Besinnung zu kommen. Dabei kommt es weder auf das verwendete Material noch auf die Art und Weise der Darstellung an.

Eine große Liebe zum Detail zeichnet die Krippen-Darstellung von Margit und Winfried Näther aus. Sie haben die Geburt Christi in den Stall eines fränkischen Bauernhofensembles gestellt, umgeben von vielen Menschen und Tieren sowie einem Hausmetzger, der gerade ein Schwein geschlachtet hat. Rund 1000 Arbeitsstunden hat Winfried Näther aus Tiefenstürmig, der schon seit 1997 Krippen baut, dafür aufgebracht. Unterstützt wird er dabei von seiner Frau, die als gelernte Schneiderin, für die Bekleidung der zahlreichen Figuren zuständig ist.

Besonders beeindruckend sind auch in diesem Jahr wieder die Exponate aus dem Krippenbaukursen für Kinder. Zeigen sie doch dem Betrachter einen ganz eigenwilligen und klaren Blick auf das Heilsgeschehen.
"Die Zwa und die Zwa" umrahmten die Veranstaltung mit weihnachtlicher Stubenmusik.


Die Ausstellung

Ort: Alte Schule Hirschaid, neben der Pfarrkirche St. Vitus, Kirchplatz 4, 2. Stock.

Öffnungszeiten: Die Ausstellung kann an den Wochenenden (Samstag und Sonntag) bis einschließlich 10. Januar, am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, am Neujahrs- und Dreikönigstag von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Führungen: An den Sonntagen finden um 15 Uhr öffentliche Führungen statt. Sonderführungen können auch außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden. Das Museum wird ehrenamtlich geleitet. Der Besuch und die Führungen sind kostenlos. Jedoch ist man für Spenden für das slowenische Zisterzienserkloster Sticna in der Hirschaider Partnergemeinde Ivanca Gorica dankbar.

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