Hallstadt
Landfrauentag

Dem Landfrauenchor Ständchen gesungen

Die Sängerinnen waren bei der Traditionsveranstaltung des BBV in den Fokus gerückt: Gut 700 Gäste feierten das zehnjährige Bestehen des Ensembles.
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Foto: Barbara Herbst
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Kreisbäuerin Anneliese Göller hatte sich vor gut zehn Jahren einen Landfrauenchor gewünscht. Dieser Wunsch ging prompt in Erfüllung, auch weil man mit Gudrun Kraus eine engagierte Dirigentin gefunden hatte. Das zehnjährige Bestehen wurde nun - natürlich - auf der Veranstaltung gefeiert, für die der Chor gegründet worden war: auf dem Landfrauentag. Gut 700 Gäste feierten, sangen mit und auch für den Chor. Besonders beklatscht wurde die ebenso temperamentvolle wie emotionale Festansprache der Südtiroler Landtagsabgeordneten und ehemaligen Kreisbäuerin Maria Hochgruber-Kuenzer. Sie ermutigte die Bäuerinnen dazu, auch Auszeiten zu nehmen.

Anneliese Göller, neben Kreis- auch Bezirks- und Landesbäuerin sowie zweite Stellvertretende Vizepräsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes, stimmte gedanklich darauf ein, sich in der Kunst der kleinen Schritte zu versuchen.
Die bedarf es wohl auch, um das Jahresmotto des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) "Vielfalt leben" umzusetzen.

Diesem Motto widmete sich der Ehrengast aus Südtirol. "Ich bin eine von Euch", bekannte Maria Hochgruber Kuenzer. Sogleich waren der fünffachen Mutter und siebenfachen Großmutter die Sympathien sicher. "Bäuerin bleibt man immer", bekannte sie und bezeichnete Landfrauen als "die Mitte des Landwirtschaft und des ländlichen Raumes": Sie vermitteln Werte und sie geben jungen Menschen Identität. Die brauche es, damit die jungen Leute zurückkommen. Vehement setzt sich die Referentin für den Sonntag als Tag der Ruhe aus und für jedes siebte Jahr als Auszeit. "Traut euch zu unterbrechen", sprach sie den Frauen zu. "Es wird viel mehr Vielfalt entstehen."

Ausruhen durfte sich beim Landfrauentag immer wieder die Sängerinnen, weil man sich mit einem Instrumental-Trio des Baunacher Wanderclubs - Georg Wild, Werner Reh und Karl Franz - musikalische Unterstützung geholt hatte.

Als weitere traditionelle Elemente des Landfrauentages durften Sketche nicht fehlen. Unter anderem sorgten Angelika Braun und Margit Wolf für Heiterkeit. Möglicherweise letztmals in seiner Eigenschaft als BBV-Kreisobmann erwies Heinrich Faatz den Landfrauen Reverenz. Auch er bescheinigte den Damen, auf den Höfen "Impulsgeber" zu sein. Viel Lob hatte er für die von Anneliese Göller geehrten Betriebe parat, die sich am alle zwei Jahre stattfindenden Kindertag beteiligen. Man bekomme selbst etwas zurück, "wenn man Kindern zeigt, wo ihr Essen wächst."

Zwischen den zahlreichen professionell vorgetragenen Liedern ergriff Chorleiterin Gudrun Kraus auch selbst das Wort. Angesichts des anstehenden Jubiläums sei überlegt worden, ob man ein Konzert gibt, oder sich eines schenkt, also andere für einen singen lässt. Letztlich ist daraus eine Mischung entstanden: Der rund 30 Sängerinnen zählende Chor hat eigene Auftritte mit denen des Trios verbunden. Nach Aufforderung Georg Wilds sangen alle Besucher der Bettelseehalle gemeinsam und später den Jubilarinnen Ständchen.

Die Sängerinnen beschrieben, wie sie zur eingeschworenen Gemeinschaft wurden, zu der sich gerne weitere Landfrauen gesellen dürfen. Neben einer Vielzahl von Landfrauen waren wie immer viele erlesene Ehrengäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens gekommen, um den Bäuerinnen ihre Aufwartung zu machen.
 


Die Welt mit dem Apfel erklärt

Anstatt von freien Grußworten gibt es seit kurzem die ungleich kurzweiligeren moderierten Grußworte. Hier erklärten Anneliese Göller und stellvertretende Kreisbäuerin Marion Link die Zusammenhänge zwischen Welt, Landwirtschafts- und Ausgleichsflächen anhand vom Anschauungsmodell Apfel. Gleichermaßen beeindruckt sprachen Landrat Kalb, Dekan Hans-Friedrich Schäfer, Hallstadts Zweiter Bürgermeister Ludwig Wolf, der Leiter des Amtes für ländlichen Entwicklung, Anton Hepple sowie Oberfrankens BBV-Präsident Hermann Greif den Gastgeberinnen ihren Respekt aus - nachdem sie ihre jeweiligen Fachfragen beantwortet hatten. BBV-Kreisgeschäftsführer Werner Nützel ging auf aktuelle Projekte und Angebote ein.

BBV-Kreischorbeauftragte Notburga Brehm blickte auf die Anfänge des Chores zurück ehe Bezirkschorbeauftragte Hilde Scheler die Jubilarinnen einzeln ehrte. Natürlich klang die Veranstaltung musikalisch aus.


Die Geehrten des Landfrauenchores

Seit zehn Jahren engagieren sie sich im Landfrauenchor:
Helga Baumann, Ursel Birklein, Angelika Braun, Notburga Brehm, AnnemarieFeulner, Berta Groh, Theresia Hollfelder, Berta Brehm, Rosemarie Jäger, Renate Kräck, Gudrun Kraus, Gunda Lorenz, Gerda Müllich, Adelheid Peßler, Lucia Rauh, Ida Reinhold, Maria Reus, Theresia Salberg, Luise Schmittlutz, Edeltraut Schubert, Margit Wolf und Anneliese Göller.
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