Ebermannstadt

Bürgerinitiative für Tunnel fordert Entscheidung vom Stadtrat

BI, die Bürgerinitiative "Pro EBSer Tunnel", ist gewappnet. Mit Spannung sehen die Mitglieder der nächsten Stadtratssitzung am 8.  Dezember entgegen. Hier soll endlich die Entschei...
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Ohne Worte Foto: Carmen Schwind
Ohne Worte Foto: Carmen Schwind
BI, die Bürgerinitiative "Pro EBSer Tunnel", ist gewappnet. Mit Spannung sehen die Mitglieder der nächsten Stadtratssitzung am 8.  Dezember entgegen. Hier soll endlich die Entscheidung für den Tunnel getroffen werden, damit dieser im Bundeswegeplan aufgenommen werden kann. "Uns ist wichtig, dass wir in den vordringlichen Bedarf kommen, mehr wollen wir nicht erreichen", sagte Vorsitzender Hubert Herbst bei der zweiten Sitzung am vergangenen Freitag. Sonst würde die BI - laut eigener Angaben - viele Plakate in Ebermannstadt anbringen oder mit einer großen Anzahl Traktoren auf der Bundesstraße unterwegs sein.
Vorbereitet sind sie - doch sie hoffen noch, dass keine Aktionen nötig sein werden. "Wir haben keine Probleme mit einzelnen Personen", erklärte Herbst, doch habe er etwas gegen die Politik. Seit langem kämpft er bereits für eine Umgehung; er und seine Mitstreiter sehen den Tunnel als optimale Lösung.
"Wir haben auch Verständnis für die Menschen am Hasenberg und Diesbrunnen, die Bedenken haben wegen Rutschgefahr", trug der Vorsitzende vor. Doch auch hier wäre es gut, wenn im Stadtrat eine positive Entscheidung getroffen werden würde, da es dann Geld geben würde für beispielsweise geologische Gutachten. Außerdem seien die Erschütterungen beim Bau des Tunnels nicht so stark wie beispielsweise die früheren Sprengungen im Steinbruch.
Hubert Herbst wies die zahlreichen Gäste darauf hin, dass Ebermannstadt von seinem Hinterland leben würde. Doch laut Statistiken ziehen immer mehr junge Menschen in die großen Städte; Dörfer veröden; viele Häuser stehen leer. "Leute müssen einfach schnell hin und wieder zurück kommen", sagte Herbst. Deshalb würde die BI den Tunnel fordern. "Uns läuft die Zeit davon", warnte der Vorsitzende. Daher vermisse er die Aufbruchsstimmung bei den Lokalpolitikern. Zudem forderte er die Anwesenden auf, die nächste Stadtratssitzung zu besuchen, um Bewegung in das Thema zu bringen. Den anwesenden Stadtrat Richard Wiegärtner (CSU) forderte er ebenfalls auf, dass es seine Fraktion zu einer Abstimmung kommen lassen solle, "damit die Bevölkerung weiß, wer ist für was."
Einige der Besucher zeigten sich ebenfalls enttäuscht, dass es noch keine Entscheidung gegeben hat. Sie haben Sorge, dass eine wichtige Chance nicht genutzt werden könne. Einer der Anwesenden fragte, ob es denn Aussagen gäbe, wie viel an Schadstoffen eingespart werden können, wenn es keinen Stau mehr auf der Bundesstraße gäbe. Diese Frage soll bei einer größeren Veranstaltung Anfang nächsten Jahres, zu der wichtige Abgeordnete eingeladen werden sollen, geklärt werden. Ein weiterer Anwesender sagte, dass die Politik früher die Arbeit zu den Menschen bringen wollte; das habe allerdings nicht geklappt. Heutzutage müssen die Menschen zur Arbeit fahren. "Und das braucht eine gute Infrastruktur, damit die Fränkische Schweiz nicht verödet." Carmen Schwind


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