Bamberg
Investition

Brose gestaltet städtische Grünfläche in Bamberg um

Der Automobilzulieferer lässt am Berliner Ring in Bamberg wieder die Bagger rollen. Das städtische Gelände erhält ein neues Gesicht und bleibt öffentlich.
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Derzeit wird der Eingang zur Gartenstadt entlang der Memmelsdorfer Straße umgestaltet: Das Gelände ist ökologische Ausgleichsfläche. Die Firma Brose will das Areal mit Natursteinen, Pflanzen und weiteren Bäumen aufwerten. Pünktlich zur Eröffnung des neuen Firmen-Standorts an der Breitenau (im Hintergrund) soll das Gelände fertig sein.  Foto: Sebastian Martin
Derzeit wird der Eingang zur Gartenstadt entlang der Memmelsdorfer Straße umgestaltet: Das Gelände ist ökologische Ausgleichsfläche. Die Firma Brose will das Areal mit Natursteinen, Pflanzen und weiteren Bäumen aufwerten. Pünktlich zur Eröffnung des neuen Firmen-Standorts an der Breitenau (im Hintergrund) soll das Gelände fertig sein. Foto: Sebastian Martin
Am Eingang zur Gartenstadt entlang der Memmelsdorfer Straße tut sich was: Bagger bearbeiten die Grünfläche, die in der Vergangenheit wenig auffällig war. Derzeit ist sie es schon: Ein Bauzaun sperrt das Gelände am Berliner Ring ab, laut einer Mitteilung der Stadt wird das Areal mit einer "hochwertigen Bepflanzung" neu gestaltet und aufgewertet.


Mit der Stadt abgestimmt

Doch, wer nun glaubt es sei die Stadt Bamberg, die dort tätig ist, der irrt: Wie die Pressestelle wissen lässt, ist es der Automobilzulieferer Brose, der das städtische Gelände auf eigene Kosten von einer "externen Firma" umgestalten lässt. Dies geschehe in enger Abstimmung mit den städtischen Fachämtern und ist laut Auskunft der Stadt Teil der gesamten Freiflächengestaltung rund um das neue Verwaltungsgebäude von Brose, das auf der anderen Seite der Memmelsdorfer Straße angrenzt.
"Ziel der Maßnahme ist eine weitere Aufwertung des Stadteingangsbereichs Bamberg-Ost", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt, auf die man bei Brose verweist.

Ursprünglich war der Bürgerverein Gartenstadt auf das Unternehmen zugegangen: "Wir hatten angefragt, ob Brose die Fläche eventuell mitpflegen kann", sagt Jürgen Neller vom Bürgerverein auf Nachfrage. Dass daraus gleich eine Neugestaltung würde, damit habe der Verein nicht gerechnet, der Vorstand begrüße das aber.

So sollen Erd- und erste Pflanzarbeiten sowie Natursteinmauern bis zum 30. Juni fertig gestellt sein. An dem Tag feiert Brose die offizielle Eröffnung seines Standorts an der Breitenau. In den ersten beiden Septemberwochen werden noch Solitärstauden, zum Beispiel Felsenbirnen, gepflanzt. Der aktuelle Baumbestand soll laut Stadt erhalten bleiben. Die Fläche stehe nach Abschluss der Arbeiten weiterhin für die Öffentlichkeit zur Verfügung.


Pflege 20 Jahre gesichert

Viel ist ohnehin nicht möglich: Das Areal ist ökologische Ausgleichsfläche, entsprechend hat das Umweltamt einen Blick auf die Maßnahme. Auch die Pflege habe Brose für die nächsten 20 Jahre zugesagt, so Steffen Schützwohl von der Stadtpressestelle: "Für uns ist es nur von Vorteil, weil der Kostenaufwand nicht den städtischen Haushalt belastet." Die Kosten waren am Mittwoch von Brose nicht zu erfahren.

Sorge, dass das Areal nicht schön werden könnte, gibt es nicht: "Über Geschmack muss man sich bei Michael Stoschek keine Sorgen machen", meint Jürgen Neller mit Blick nach Coburg, wo der Vorsitzende der Brose-Gesellschafter Bereiche der Stadt in der Vergangenheit entsprechend gestalten ließ.








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