Bamberg
Wirtschaft

Brose-Chef in Bamberg: "Wir haben hier noch viel vor"

Mit einem Festakt wurden nach kurzer Bauzeit zwei Brose-Betriebsgebäude in Bamberg eröffnet. 60 Millionen Euro hat das Coburger Unternehmen investiert.
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Unaufdringlich elegant und weiträumig überdacht präsentiert sich der Eingang zum neuen Brose-Verwaltungsgebäude.   Fotos: Barbara Herbst
Unaufdringlich elegant und weiträumig überdacht präsentiert sich der Eingang zum neuen Brose-Verwaltungsgebäude. Fotos: Barbara Herbst
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Im ersten Stock des neuen Sozialtrakts ist viel los an diesem Donnerstag. Hinter einer Glaswand übt sich eine Gruppe Frauen in Yoga-Figuren. Mehrere Laufbänder sind in Bewegung, ein muskulöser Mann schmettert Bälle auf ein kreisrundes Ziel. Alltag im Gesundheitszentrum der Brose-Gruppe in Bamberg.

Rund 15 Millionen Euro hat der Automobilzulieferer allein in das zweistöckige Sozialgebäude investiert. Hier kümmern sich Betriebsärzte, Physiotherapeuten und Sportexperten um das körperliche Wohlergehen der Brose-Mitarbeiter.


Gesundheitsmanagement gehört zur Firmenstrategie

Selbstzweck ist das "Gesundheitsmanagement" bei Brose aber nicht. Es ist Teil einer Firmenstrategie, einer Philosophie: "Wir arbeiten in einer der härtesten Branchen der Welt. Erfolg im Unternehmen ist nie Zufall", beschreibt Jürgen Otto, Vorsitzender der Geschäftsführung, vor 80 geladenen Gästen, was die Brose-Gruppe umtreibt. Otto spricht von "Spitzenleistung", die sich weltweit behaupten muss, von "Dynamik mit System".

In der Brose-Welt spielt nun auch Bamberg eine gewichtige Rolle. Von der Domstadt aus wird die gesamte Datenverwaltung des in 23 Ländern tätigen Unternehmens gesteuert. Gewaltige Mengen von Informationen laufen über die Rechner. Auch der weltweite Einkauf ist in Bamberg zu Hause. Und wo vor zweieinhalb Jahren noch der Plärrer lärmte, tüfteln heute die Spezialisten an Produkt-Neuerungen, die das Autofahren noch bequemer und einladender machen sollen: etw a den sich selbst anbietenden Sicherheitsgurt.


Andreas Starke spricht von der wichtigsten Entscheidung im Wirtschaftsstandort Bamberg seit Jahren



Die Bamberger Kommunalpolitik bestaunte gebannt das transparente Firmengebäude. Sein Anblick lässt von Außen kaum erahnen, welch großzügiges dreistöckiges Foyer in ihm steckt. Vor allem OB Andreas Starke (SPD) konnte sich an diesem Tag bestätigt fühlen. Er sprach von der wichtigsten Entscheidung im Wirtschaftsstandort Bamberg seit Jahren.

Glaubt man Jürgen Otto, ist das erst der Anfang; "Wir haben noch viel vor, weltweit und hier vor Ort", sagte der Firmenlenker - und der Beifall ließ nicht lange auf sich warten.
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