Bamberg
Ansiedlung

Brose-Bau in Bamberg nimmt Konturen an

Noch im Jahr 2012 stand die P+R-Parkpalette an der Breitenau. Inzwischen nimmt Anstelle dessen das Gebäude des Coburger Automobilzulieferers Gestalt an. Ende des Jahres will man fertig sein.
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Die Brose-Ansiedlung ist inzwischen unübersehbar: Der Rohbau der beiden Gebäude an der Breitenau ist bald fertig. Im Hintergrund hinter dem alten Sportplatz ist die Gaststätte Eintracht zu sehen. Foto: Ronald Rinklef
Die Brose-Ansiedlung ist inzwischen unübersehbar: Der Rohbau der beiden Gebäude an der Breitenau ist bald fertig. Im Hintergrund hinter dem alten Sportplatz ist die Gaststätte Eintracht zu sehen. Foto: Ronald Rinklef
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Der Bau geht rasant voran. Bei der Grundsteinlegung Ende Juli vergangenen Jahres war noch ein leeres Gelände zu sehen. Seitdem kann man dem Brose-Gebäude an der Breitenau beim Wachsen zusehen. Genauer gesagt sind inzwischen zwei Gebäude entstanden: In das vom Berliner Ring aus gesehen linken Gebäude soll später der Sozialtrakt unterkommen. Heißt, darin sollen sich die Kantine, ein Fitnessstudio, die Physiotherapie und der medizinische Service wiederfinden. In dem dreigeschossigen Firmengebäude rechts daneben, wird der Automobilzulieferer die zentralen Funktionen Einkauf, Informationssysteme und Entwicklung von Coburg und Hallstadt nach Bamberg verlegen. 600 Mitarbeiter sollen hier beschäftigt werden.

18 000 Quadratmeter Bürofläche
Auch von der Konzernzentrale gibt es positive Signale, dass alles wie vorgesehen läuft: "Wir halten an der Zeitplanung fest", sagt Brose-Sprecherin Katja Herrmann. Nicht nur der Zeitplan passt, auch bei den Kosten liege man im Rahmen, heißt es beim Automobilzulieferer.

Noch ist der Rohbau nicht abgeschlossen. Wann es an den Innenausbau geht, kann die Sprecherin demnach noch nicht sagen. Doch die Gebäude sollen bis Ende des Jahres fertig gestellt sein - so lautet der Plan.

Zum neuen Jahr könnten die Mitarbeiter dann schon den Neubau beziehen. Wie viele neue Mitarbeiter dann mal ihren Wohnsitz nach Bamberg verlegen werden, müsse sich zeigen: "Wir arbeiten an verschiedenen Konzepten", sagt Sprecherin Herrmann. So werde sich sicher der ein oder andere nach Bamberg orientieren. "Es wird genauso gut Pendler geben", schränkt Herrmann ein. Konkreteres gibt es derzeit noch nicht zu erfahren.

Auch gebe es noch keine genauen Pläne, ob und wann auf dem 75 000 Quadratmeter großen Grundstück dann einmal der nun entstehende Bürokomplex mit 18 000 Quadratmetern erweitert werden könnte. "Aktuell konzentrieren wir uns auf das Projekt, das jetzt ansteht. Das gilt es zu Ende zu bringen", sagt Katja Herrmann. Eine Erweiterung sei immer abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns.

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens sei international derzeit sehr gut - das Geschäftsvolumen nehme zu. Seit vielen Jahren wächst Brose weltweit, deshalb ziehe man die wichtigsten Zentralfunktionen in Bamberg zusammen. Gerade in China und Nordamerika brummt das Geschäft.

Pachtvertrag läuft aus
Von dieser wirtschaftlichen Entwicklung könnte auch die Zukunft der Gaststätte des TSV-Eintracht an der Memmelsdorfer Straße abhängen. Konkretes darüber, wie und ob es mit dem Fortbestand des Gebäudes weitergehen könnte, gibt es derzeit allerdings nicht.

Auch der aktuelle Gaststätten-Pächter Jochen Weisenseel weiß nichts Näheres. Außer, dass es für ihn an der Stelle wohl bald zu Ende sein könnte (siehe Artikel unten). Mitte des Jahres läuft sein Pachtvertrag für das Gebäude aus. Signale, dass dieser verlängert wird, gibt es momentan nicht. Weisenseel muss sich nach neuen Räumen umsehen.
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