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Böen hebeln Putzdecke aus und legen Bäume um

Das Sturmtief "Niklas" hat in Bamberg Bäume entwurzelt und in der Nähe des Klinikums einen "Dachschaden" verursacht. Insgesamt ist das Stadtgebiet bis jetzt aber vergleichsweise glimpflich davon gekommen. Es gibt zum Glück keine Verletzten.
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Putz und Dämmmaterial fielen an einer Zufahrt des Gesundheitszentrums am Bamberger Klinikum herunter. Foto: Barbara Herbst
Putz und Dämmmaterial fielen an einer Zufahrt des Gesundheitszentrums am Bamberger Klinikum herunter. Foto: Barbara Herbst
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Die Schadenshöhe kann noch niemand beziffern: Weder die Polizei, die den Sturmschaden am Gesundheitszentrum an der Buger Straße aufgenommen hat und die Halter beschädigter Auto ausfindig machen musste, noch die Eigentümerin des Gebäudes, die Stadtbau GmbH.

Geschäftsführer Bergmann war auswärts, als er davon verständigt wurde, dass das Sturmtief "Niklas" eine Putzdecke gelockert hatte, so dass Teile davon herunter gefallen sind. Sie trafen zum Glück keine Personen, allerdings wurden drei Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen.


Böen und Regen "schuld"

Die Böen verfingen sich im Dach einer Zufahrt zum Gesundheitszentrum und lösten den Unterbau auf einer Fläche von zehn mal zehn Metern ab. So lautet die Auskunft von Silke Gahn, Pressesprecherin der Polizei-Inspektion Bamberg-Stadt. Mit dem Putz kam einiges an Dämmmaterial herunter und beschädigte drei von mehreren in der Nähe stehenden Personenwagen.

Neben der Polizei war auch die Feuerwehr vor Ort, weil nach Bergmanns Angaben die Gefahr bestand, dass sich weitere Teile der Putzdecke lösen würden. Soweit er es aus der Ferne beurteilen beziehungsweise berichten konnte, hatten zunächst Böen Teile des Dachs gelockert. So konnte Regen eindringen, der aus allen Richtungen zu kommen schien.
Das Material sei nass und schwer geworden und schließlich herunter gefallen. Die Stadtbau habe gleich eine Baufirma beigezogen, so Bergmann.


Sturm fällte etliche Bäume


Viel Arbeit bescherte das Sturmtief dem städtischen Garten- und Friedhofsamt. Die Böen haben im Hain und am Leinritt mehrere Bäume entwurzelt; auch Hilferufe von privaten Gartenbesitzern seien eingegangen, berichtet Stefanie Schirken-Gerster aus der Rathaus-Pressestelle auf Anfrage. Einige Bäume sind demnach umgestürzt, einige "angerissen" und müssten gesichert werden.


Wege kurzfristig gesperrt


Wegen solcher "versteckter Gefahren" wurden kurzfristig noch am Dienstag mehrere Spazier- und Fußwege im Stadtgebiet gesperrt. Nach Auskunft von Gartenamts-Leiter Robert Neuberth war das beispielsweise in der Nähe des Bootshauses im Hain der Fall. Auch der Verbindungsweg vom alten Cherbonhof in das gleichnamige Wohngebiet im Stadtteil Gaustadt wurde vom Gartenamt vorsorglich gesperrt.

"Verschiedene Sachen können wir erst nach den Böen machen", begründet Neuberth die Vorsichtsmaßnahmen. Es wird nach seinem Dafürhalten mehrere Tage in Anspruch nehmen, bis alle gemeldeten Sturmschäden beseitigt sowie erforderliche Kontrollen und vorsorgliche Rückschnitte von Baumkronen erfolgt sein werden.

Im Vergleich zu den Folgen, die das Sturmtief "Niklas" andernorts nach sich zog, scheint Bamberg wieder einmal glimpflich davon gekommen zu sein. "Für den Wind ist es relativ ruhig", sagte Stadtbrandrat Matthias Moyano in einer ersten Bilanz am Dienstag Nachmittag. Zu diesem Zeitpunkt schien der Wind im Stadtgebiet schon nachzulassen.
Auch Polizeisprecherin Gahn zeigte sich erleichtert, dass die Böen bisher nicht mehr Schäden angerichtet haben.
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