Bamberg
Atmosphäre

Bamberg: Blumenschmuck an der Alten Hofhaltung ist für heuer gerettet

Ein Bamberger Gartenbaubetrieb sponsort die Blumen. Gepflanzt werden sie erst nach den Eisheiligen.
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So werden die Balkone in der der Alten Hofhaltung in diesem Sommer nicht aussehen müssen.  Fotos: Ronald Rinklef
So werden die Balkone in der der Alten Hofhaltung in diesem Sommer nicht aussehen müssen. Fotos: Ronald Rinklef
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Die Balkone der Alten Hofhaltung im Sommer ohne Blumenschmuck? Undenkbar für die meisten Bamberger. In einer Gärtnerstadt die hölzernen Brüstungen vor der Fachwerkfassade genau so "nackt" sehen zu müssen wie im Winter, hatte viel Unverständnis hervorgerufen. Einige machten sich daran, nach Lösungen zu suchen.

Ins Rollen gebracht hatte die Sache Stadtrat Sebastian Niedermaier mit einer Nachfrage in der Vollsitzung des Stadtrats am 29. März. Erstmals seit rund 40 Jahren sollte heuer kein Flor die Balkone zieren - aus Kostengründen. Der Gärtnermeister kritisierte die Abkehr von dieser Tradition deutlich.

Allein mit der Bereitstellung und Anpflanzung der Geranien ist es nicht getan: Sie müssen auch gepflegt und die Kästen, in denen sie wachsen, im Frühjahr angebracht und im Herbst abgeräumt werden. Alles in allem ein finanzieller Aufwand von rund 15 000 Euro.


Noch ein paar Tage warten

Doch nun ist eine Lösung nicht nur in Sicht, sondern steht kurz vor der Umsetzung. Alles, was noch abgewartet werden muss, sind die "Eisheiligen" - jene Tage Mitte Mai, in denen Nachtfröste Wachsendem und Aufblühendem in der Natur noch mal heftig schaden kann.

Eine Spende der Dechant Gartenbau GbR macht's möglich. Sie stellt die Geranien zur Verfügung. Dafür ist nicht nur Bürgermeister Christian Lange dankbar. "Ich freue mich über dieses Engagement", sagte er. Auch Sebastian und Anna Niedermaier gebühre Dank, denn sie seien sehr bald daran gegangen, eine Lösung zu finden und hätten den Kontakt zu Philipp Dechant hergestellt.


Bürgerwunsch

"Wir haben gesehen, dass den Bambergern dieser Blumenschmuck sehr wichtig ist", so Lange. "Und wenn der Bürgerwunsch so nachhaltig ist, sind wir bestrebt dem nachzukommen, wenn die Möglichkeit dazu besteht."
Die Stadt hatte ihre Entscheidung, auf den Blumenschmuck zu verzichten, mit den Überlegungen begründet, was vom Stadtgartenamt leistbar ist: in finanzieller und personeller Hinsicht. Sinkendem Personalstand stehe ein wachsendes Aufgabengebiet gegenüber.

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