Bamberg
Genuss

Bamberger Biermesse: Gerstensaft macht gute Laune

Am Wochenende feierte Bambergs erste Biermesse ihre Premiere. Veranstalter und die meisten der Besucher in der Konzerthalle zogen ein positives Fazit.
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An genügend Sorten mangelte es bei der Biermesse ganz bestimmt nicht. Fotos: RiegerPress
An genügend Sorten mangelte es bei der Biermesse ganz bestimmt nicht. Fotos: RiegerPress
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So manch einer scheint ein wenig zu viel Bier probiert zu haben und torkelte am Samstagabend aus der Konzerthalle, wo zum ersten Mal die Biergenussmesse "proBier" stattfand. Allerdings muss man fairerweise sagen: Es waren nur ganz vereinzelte Messebesucher, die wohl zu tief ins Glas geschaut hatten und schwankend ihren Weg nach Hause suchten. Die meisten der Besucher beließen es bei einem genussvollen Streifzug durch die Bierlandschaft. Ein Massenbesäufnis oder gar ausfallende Störenfriede gab es auf der zweitägigen Messe nicht.

Insgesamt konnten die Besucher um die 200 verschiedene Biersorten von rund 40 Brauereien und Ausstellern verkosten. Darunter auch so manche exotische Geschmacksrichtungen wie Schokolade, Champagner oder Whisky.


1800 Besucher kamen

An den beiden Tagen, so bilanzierte Horst Feulner, Geschäftsführer der Bamberg Congress und Event Service GmbH, seien rund 1800 Besucher in die Konzerthalle gekommen: "Wir hatten im Vorfeld auf 2000 Besucher gehofft, sind aber dennoch sehr zufrieden. Zumal es die erste Veranstaltung dieser Art in Bamberg war." Die meisten Besucher kamen am Samstag. Richtig gewählt zu haben, scheint man laut Feulner auch die Öffnungszeiten, denn bereits zur Hallenöffnung hätten viele Bierfreunde auf den Einlass gewartet.

"Viele Besucher haben großes Interesse an den Bierkreationen gezeigt und sich ausführlich an den Ständen beraten lassen", bilanzierte der Geschäftsführer weiter. Zumal man doch viele der angebotenen Biersorten nicht im nächsten Supermarkt kaufen könne.

Zwar hätten sich manche Aussteller noch ein paar Besucher mehr gewünscht, waren aber am Ende für die erste Messe unterm Strich ebenso zufrieden gewesen. "Wie unsere Endabrechnung ausschaut, kann ich heute noch nicht sagen. Aber ich denke, dass wir mindestens mit einer schwarzen Null beziehungsweise einem kleinen Plus herauskommen werden", resümierte Feulner. Daher sei er sich auch sicher, dass es im nächsten Jahr zur gleichen Zeit eine Neuauflage geben werde.


Kein zweites Oktoberfest

Und wie kam die Messe bei den Besuchern an? Die meisten waren zwischen 20 und 50 Jahre alt, Jugendliche unter 18 Jahren hatten ohnehin keinen Zutritt, da die Veranstalter kein zweites Oktoberfest ins Leben rufen wollten. "Ich fand den Ausflug in die Welt der Craft-Biere spannend, zumal es mich immer wieder erstaunt, was man alles aus Hopfen und Spezialmalz zaubern kann", schilderte Jürgen Rothlauf, der zusammen mit Freunden auf der Messe unterwegs war. Einzig, dass man sowohl Eintritt als auch an den Ständen nochmals für die Bierverkostung zahlen musste, bemängelte die Gruppe.

Mit dieser Meinung waren sie nicht ganz allein, diese Kritik war öfters an den Ständen zu hören. Denn immerhin kamen pro 0,1 Liter zusätzliche Kosten zwischen 50 Cent und drei oder mehr Euro auf die Bierliebhaber zu, je nachdem, wie ausgefallen die Biersorte war. Dennoch würden die meisten der befragten Besucher nächstes Jahr wiederkommen.

Die "proBier"-Messe war eine Initiative der Bamberg Congress und Event Service GmbH, des Landkreises Bamberg und der Stadt Bamberg.
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