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Ausbildung

Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend: Bamberger vorne dabei

44 junge Leute, die in der landwirtschaftlichen Ausbildung stehen, stellten sich dem Kreisentscheid im Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend.
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Nicklas Sebald (links) und Wolfgang Mergner müssen Futtermittel und Werkstoffe erkennen. Fotos: Rainer Lutz
Nicklas Sebald (links) und Wolfgang Mergner müssen Futtermittel und Werkstoffe erkennen. Fotos: Rainer Lutz
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Konzentriert setzt Mario Mohl den Bohrer an. Er hat nur einen Versuch, um die M-16-Mutter sauber anzubohren. Aus ihr und ein paar weiteren Teilen soll ein Flaschenöffner werden. Das Werkstück muss absolut sauber gearbeitet sein, denn die Herstellung gehört zu den Aufgaben im Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend. Der 19-Jährige aus Abtsdorf im Kreis Bamberg stellt sich dem Kreisentscheid zusammen mit 43 weiteren jungen Leuten. Ihr Ziel: die Qualifikation für den Bezirksentscheid.

"Vor zwei Jahren hatten wir Teilnehmer bis zum Landesentscheid", sagt Hans Rebelein, Geschäftsführer beim Bayerischen Bauernverband (BBV) in Coburg, der zusammen mit der Landwirtschaftsverwaltung und den berufsbildenden Schulen hinter der Ausrichtung des Wettbewerbs steht, der alle zwei Jahre ausgetragen wird.
Bayernweit treten rund 2000 Aus- und Fortzubildende der Land- und Forstwirtschaft, der Hauswirtschaft und des Weinbaus zum Berufswettbewerb an. Zum Kreisentscheid in Coburg sind Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 35 Jahren aus den Landkreisen Coburg, Kronach, Lichtenfels, Bamberg und Forchheim angereist. Sie gehören alle zur Sparte Landwirtschaft.


Wettkampf mit Motto

Das Motto des diesjährigen Entscheids ist "Grüne Berufe sind voller Leben - Wachstum, Stärke, Leidenschaft". Das Motto gefällt auch dem stellvertretenden Kreisobmann des BBV in Coburg, Martin Flohrschütz: "Wie wichtig den jungen Leuten ihre Ausbildung ist, haben sie im Berufswettbewerb gezeigt. Mit Leidenschaft, so wie es das Motto des diesjährigen Berufswettbewerbs verspricht, und mit vollem Einsatz stellen sie sich den Aufgaben." Diese Aufgaben sind natürlich eng an der landwirtschaftlichen Ausbildung orientiert. Gefragt sind fachliche Kenntnisse, handwerkliche Fertigkeiten, ein gutes Allgemeinwissen, dazu Sozialkompetenz und Redegewandtheit. Die Theorie hat es dabei durchaus in sich. Die Fragen kommen aus den Bereichen Geografie, Gesellschaft, Politik und Kultur. Entsprechend der Ausbildung kommen auch Biologie, Chemie, Pflanzennährstoffe, Bodenarten und Tierhaltung als Themen an die Reihe. Selbst zu Aufforstungsmaßnahmen müssen die Teilnehmer etwas wissen.

Sicheres Auftreten und Redetalent sind in einem Vortrag über sechs Minuten zu beweisen. Hier konnte zwischen zwei Themen ausgewählt werden. Praxisnah: "Mein Ausbildungsbetrieb" oder eher allgemein: "WhatsApp - Fluch oder Segen". Die Herstellung des Flaschenöffners stellte dann die handwerkliche Herausforderung dar.

Die Besten des Kreisentscheids gehen zum Bezirksentscheid nach Bayreuth, der am Donnerstag, 23. März, stattfindet. Die Bezirkssieger treffen sich dann am 19. und 20. April am Spitalhof in Kempten im Bezirk Schwaben zum Landesentscheid. Wer sich auch in dieser Runde beweist und einen der ersten Plätze belegt, darf Bayern dann vom 12. bis 16. Juni beim Bundeswettbewerb in Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern vertreten.

Die Top Ten

Erfolg Die ersten Zehn waren: Mario Mohl (BA), Julia Krug (BA), Georg Pöhlmann (WUN), Lukas Fröba (KC), Christian Heider (CO), Fabian Deinlein (BA), Nico Bauer(CO), Michael Nützel (ERH), Julia Faber (CO).
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