Würgau
Baustelle

Bei Würgau ist Geduld gefragt

Die Arbeiten hinken dem ursprünglichen Zeitplan hinterher, dennoch steht das Tragwerk der neuen Hangbrücke der A 70 inzwischen nahezu.
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Der Fortschritt an der Hangbrücke: Der letzte von elf Abschnitten des Brückentragwerks wird aktuell betoniert. Die Baustelle soll spätestens im November beendet sein. Foto: Ronald Rinklef
Der Fortschritt an der Hangbrücke: Der letzte von elf Abschnitten des Brückentragwerks wird aktuell betoniert. Die Baustelle soll spätestens im November beendet sein. Foto: Ronald Rinklef
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Noch brauchen die Verkehrsteilnehmer, die auf der A 70 bei Würgau unterwegs sind, Geduld. Denn die Arbeiten am Neuaufbau der Hangbrücke gehen zwar voran, doch dauert die Baustelle länger als geplant. Ursprünglich sollten die Arbeiten im September beendet sein, so steht es bisher auf den Autobahnschildern. Doch werden die Schilder überklebt: Im November ist laut der Autobahndirektion Nordbayern erst Schluss. Gut vier Wochen Verzögerung sind für Georg Müller von der Direktion in Bayreuth allerdings kein Problem: "Der 14. September war ein sportlicher Termin", sagt der für Brückenprojekte zuständige Ingenieur. Für die ausführenden Firmen sei diese Frist kaum einzuhalten gewesen, so Müller.


Betonage Ende nächster Woche

Die Baufirmen haben immerhin seit Beginn der Arbeiten im Herbst 2015 zuerst die alte südliche Bauwerk der Hangbrücke abgerissen. Der rund 47 Jahre alte Teil der Hangbrücke entsprach laut den Experten der Autobahndirektion nicht mehr dem Verkehrsstandard. Da es bei den vor Jahrzehnten verwendeten Spannstählen bereits bei sehr geringen Schäden zu Rissen unter Dauerbelastung kommen könne, sei ein Versagen der Konstruktion bei derartigen Bauwerken nicht komplett auszuschließen gewesen.

Seit April läuft der Neuaufbau, die rund 39 Meter langen und 18 Meter breiten Fahrbahnplatten werden betoniert. In elf Etappen wird das Tragwerk aufgebaut. Ende dieser Woche soll der letzte Abschnitt der gut 400 Meter langen Brücke betoniert werden, so die Auskunft der Autobahndirektion. Anschließend werden die Arbeiten am Asphalt beginnen.


Weiter jeweils nur eine Fahrspur

Die Arbeiten haben große Auswirkungen auf den Verkehr: Denn die Fahrzeuge rollen aufgrund der Baustelle komplett über das noch verbliebene nördliche Brückenteil. Jeweils eine Fahrspur steht zur Verfügung. Vor allem in Fahrtrichtung Bayreuth ist das eine Herausforderung, Lkw quälen sich den Berg hinauf, manche bleiben liegen, was teilweise zu stockendem Verkehr und kleineren Staus führt.

"Diese leichte Verzögerung macht uns nicht nervös", sagt zwar Georg Müller. Doch schielt auch er auf den Kalender: "Das Ziel in Würgau muss sein: Wenn der erste Schnee fällt, muss der Verkehr freie Fahrt haben."
Der Bund investiert zirka 8,2 Millionen Euro in den Neubau der Brücke.

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