Bamberg
Spenden

Baunach will Rekordspiel zugunsten besserer Integration

Wenn am 11. Januar die Baunacher Basketballer in der Brose Arena gegen Würzburg antreten, könnten 6800 Zuschauer dabei sein. Der Erlös aus diesem Spiel kommt zwei gemeinnützigen Organisationen zugute.
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Die Initiative "Freund statt fremd" setzt sich für die bessere Integration von Asylsuchenden ein.  Foto: privat
Die Initiative "Freund statt fremd" setzt sich für die bessere Integration von Asylsuchenden ein. Foto: privat
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Es könnte das größte Zweitliga-Basketballspiel aller Zeiten in Deutschland werden und doch rückt der Sport ein wenig in den Hintergrund. Das Spiel in der Basketball-ProA zwischen Bike Café Messingschlager Baunach und den Würzburg Baskets wird am 11. Januar in der Bamberger Brose Arena stattfinden und die Organisatoren wünschen sich dafür auf ein ausverkauftes Haus.

Dabei hoffen die Baunacher Verantwortlichen nicht allein darauf, dass die 6800 Zuschauer ihr Team tatkräftig gegen den momentanen Tabellenführer anfeuern. Auch der Erlös des Spiels soll als Unterstützung dienen. "Wir hoffen, insgesamt 10 000 Euro spenden zu können", erklärt der erste Vorsitzende des Brose Baskets e. V. Norbert Burkard.

Das Geld will der Verein auf zwei gemeinnützige Projekte verteilen. Zum einen wird die Initiative "Freund statt fremd" mit 5000 Euro bedacht. Hier wird seit vier Jahren ehrenamtlich dafür gesorgt, dass sich Asylbewerber in Bamberg "willkommen fühlen", weiß Lilo Schön von der Initiative. Dazu gehört nicht nur, dass man Kontakt zu den Asylsuchenden aufnimmt. "Wir unterstützen die Menschen auch bei für uns ganz normalen Dingen wie einem Behördengang oder einem Arztbesuch", so Schön. Darüber hinaus bietet "Freund statt fremd" wöchentliche Sprachkurse an, lädt zu gemeinsamen Ausflügen und Aktionen ein, oder stellt einfach den Kontakt zu den deutschen Mitbürgern her.


Deutschkurse und Krankenkassen

Eine genaue Verwendung hat Lilo Schön auch schon für das versprochene Geld. Zum einen sollen die Deutschkurse mit neuen Unterrichtsmaterialien ausgestattet werden. Zum anderen benötigt die Initiative Geld, um Dinge zu bezahlen, die von der Krankenkasse nicht abgedeckt werden. Hier geht die Spanne von einer Brille bis hin zu notwendigen Operationen.

Für eine andere Art der Integration steht der zweite Verein, der sich über 5000 Euro freuen kann. Integra Mensch vermittelt Menschen mit Behinderung in Betriebe, wo sie auf Augenhöhe zusammen mit Menschen ohne handicap arbeiten. Das Programm der Lebenshilfe Bamberg hat hierbei eine deutschlandweite Vorreiterrolle übernommen. Mit dem Geld will Kuno Eichler von der Lebenshilfe vor allem neue Praxisfilme zur beruflichen Orientierung für geistig Behinderte anschaffen. "Es ist wichtig, das auch diese Menschen, die oft nicht lesen oder schreiben können, einen bestmöglichen Einstieg in das Berufsleben finden können", so Eichler.

Die Baunacher Basketballer und die beiden gemeinnützigen Initiativen wurden vom Verein "Franken helfen Franken" der Mediengruppe Oberfranken. Deren Sprecher Martin Wilbers ist begeistert von dem Engagement der Zweitliga-Basketballer. "Wir sind seit vielen Jahren Partner des Basketballs und freuen uns, dass wir hier den Kontakt vermitteln konnten."

Damit es auch etwas wird mit den Spenden, sind natürlich alle Basketball-Fans dazu aufgerufen, das Spiel der Baunacher gegen Würzburg zu besuchen. Karten gibt es ab sofort zu den normalen Baunacher Preisen - plus einem Euro Aufschlag. Doch die Fans sollten schnell sein. Burkard geht davon aus, dass wenigstens 1000 Würzburger Fans die Reise nach Bamberg antreten werden.

Eine weitere Überraschung hatte der Baskets-Vorsitzende für die beiden Organisationen im Gepäck. Er lud sowohl die Asylsuchenden, wie auch die Menschen mit Behinderung zu einem Spiel der Baunacher ein. Hier können sich die Basketballer dann auf jedem Fall einer großen Unterstützung sicher sein.


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