Baunach

Baunach: Fahrradhändler von zwei Mitarbeitern betrogen

Zwei Mitarbeiter eines Fahrradhändlers in Baunach haben zahlreiche Kunden sowie den Inhaber betrogen. Die Polizei sucht noch nach weiteren Geschädigten.
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Zwei Mitarbeiter eines Fahrradhändlers in Baunach haben zahlreiche Kunden sowie den Inhaber betrogen. Die Polizei sucht noch nach weiteren Geschädigten. Symbolfoto: Christopher Schulz
Zwei Mitarbeiter eines Fahrradhändlers in Baunach haben zahlreiche Kunden sowie den Inhaber betrogen. Die Polizei sucht noch nach weiteren Geschädigten. Symbolfoto: Christopher Schulz
Umfangreiche Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft führten Mitte Oktober zur Durchsuchung bei zwei Mitarbeitern eines großen Fahrradhändlers in Baunach im Landkreis Bamberg. Die Mitarbeiter sollen sowohl die Firmenführung als auch eine Vielzahl von Kunden getäuscht haben. Die Kunden erhielten nur "Auftragsbestätigungen" anstatt "Rechnungen". Das Geld für die Aufträge stecken die Beschuldigten in die eigene Tasche. Als beim Fahrradhändler die Differenzen auffielen, wurde Anzeige bei der Polizei erstattet.

Die Polizeiinspektion Bamberg-Land und die geschädigte Firma bitten nun alle Käufer, das bei Kauf erhaltene Schriftstück genau anzusehen und zu prüfen. Sollte zwischen Anschriftenfeld und Artikel der Zusatz "Auftragsbestätigung" stehen oder etwas anderes als Rechnung, bzw. wenn sie überhaupt keine Rechnung erhalten haben, dann setzen sie sich bitte mit der Baunacher Firma (Telefon 09544/944441, erreichbar von 7:00 - 16:00 Uhr) in Verbindung. Ein weiteres Indiz für eine Straftat liegt vor, wenn bei der Auftragsbestätigung bzw. Rechnung als Kundenanschrift "CS-Kleinteile" steht.

Auch nutzten die ehemaligen Mitarbeiter beim Verkauf schriftliche Rechnungen. Dies war nach derzeitigem Ermittlungsstand bei "Testrädern" der Fall. Auffällig ist hier, dass das Formular nur sehr oberflächlich ausgefüllt wurde. Den Kunden wird empfohlen, ihre schriftliche Rechnung prüfen zu lassen. Den Verkaufserlös behielten die Täter auch hier wieder ein.


Festnahme nach Wohnungsdurchsuchungen

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erließ der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bamberg Durchsuchungsbeschlüsse gegen die beiden Angestellten. Die Durchsuchungen brachten neben Beweismitteln auch einen fünfstelligen Bargeldbetrag ans Tageslicht. Das Geld stellte die Polizei sicher. Beide Beschuldigte schweigen bislang zu ihrem genauen Vorgehen.

Durch die akribische Ermittlungsarbeit wurden bereits etliche Fälle mit dieser Handlungsweise bekannt und aufgeklärt.

Da den Kunden keine Rechnungen sondern lediglich Auftragsbestätigungen oder Ähnliches ausgestellt wurden, sind die Eigentumsverhältnisse strittig. Der Firmeninhaber will den Käufern keinen Nachteil entstehen lassen und sichert seinen Kunden zu, dass sie ohne weitere Kosten eine Rechnung erhalten werden. So werden sie dann auch Eigentümer. Deshalb bittet der Inhaber persönlich, dass sich mögliche Geschädigte bei seiner Firma in Baunach melden.


Umfangreiche Ermittlungen dauern noch an

Die Arbeit von Staatsanwaltschaft und Polizei werden noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Viele Beweismittel stehen noch in der Auswertung und müssen noch entsprechend bewertet werden. Die beiden entlassenen Mitarbeiter erwartet ein Strafverfahren wegen Betrugs. Schadensersatzforderungen der geschädigten Firma stehen ebenfalls im Raum.

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