Bamberg

Bamberger kann seine Kamera-Aktion nicht erklären

Die Kamera, die in einem Sporthallen-Duschraum entdeckt wurde, will ihr Besitzer in einer Art "Blackout" angebracht haben.
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Symbolfoto: Christopher Schulz
Symbolfoto: Christopher Schulz
Der "Fall" ist auch aus Sicht der Polizei ungewöhnlich: Ein Mann installiert heimlich in einem Duschraum der städtischen Georgendamm-Turnhalle in Bamberg eine Kamera und hat dafür keine Erklärung.

Ein sexuelles Motiv, das nahe zu liegen scheint, gibt es laut Polizei-Sprecher Holger Dremel von der Inspektion Bamberg-Stadt nicht. Wie er auf Nachfrage sagte, könne der Mann aus Bamberg sein Tun selbst nicht erklären. Er habe von einer Art "Blackout" gesprochen, den er beim Anbringen der Kamera gehabt haben müsse. Laut Dremel ist der Mann "absolut einsichtig und reuig" und bisher unbescholten durchs Leben gegangen.


Keine Nacktaufnahme drauf

Die Kamera befand sich in einem Duschraum der Sporthalle, den Mannschaften beiderlei Geschlechts nutzen würden. Sie war so schnell entdeckt worden, dass es keine heimlich gedrehten Nacktaufnahmen gibt.

Dennoch droht dem 37-Jährigen wohl ein juristisches Nachspiel wegen der "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen".

Bemerkenswert ist: Der Mann hatte sich versehentlich selbst gefilmt und der Polizei die Fahndung leicht gemacht. Nachdem sein Bild in den Medien veröffentlicht war, hatte er sich selbst aus dem Urlaubsort bei den Ermittlungsbehörden gemeldet. Freunden hatten ihn informiert, dass er von der Polizei gesucht wird.

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