Bamberg
Musik

Bamberger Weihnachtskonzert verzaubert Publikum

Seit 2000 ist das Bamberger Weihnachtskonzert eine liebgewordene Tradition. Nach und nach wird dabei aus Instrumentalisten, Chorsängern und Publikum eine Einheit, die sich gemeinsam auf der Welle der Musik auf das Fest der Liebe einstimmt.
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Foto: Helmut Ölschlegel
Foto: Helmut Ölschlegel
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Vor einer gut gefüllten Heinrich-Lades-Halle in Erlangen und der ausverkauften Konzerthalle in Bamberg hieß es auch am 22. und 23. 12. 2012 wieder "Freue Dich, Tochter Zion", "Stille Nacht" und "Oh, du fröhliche".

Die Sinfonietta Bamberg, ein von Strauss-Orlovsky aus führenden Musikern der Bamberger Symphoniker zusammengestelltes Orchester, brillierte gleich zu Beginn des Konzertes mit dem Adagio und dem Allegro aus Mendelssohns 10. Sinfonie, ebenso wie bei der folgenden Arie "Et incarnatus est" aus Mozarts unvollendeter c-Moll-Messe. Gekonnt intonierten die Musiker beide Stücke und zeigten gerade im Zusammenspiel mit Sopranistin und Solo-Bläsern ihr hohes Einfühlungsvermögen. Die anspruchsvolle, opernhafte Arie, meisterhaft gesungen von Nina Romy Dörfler, die unter anderem schon als Pamina auf großen Bühnen stand, füllte den gesamten Konzertraum aus und brachte das Bild der Menschwerdung Christi in die Herzen der Zuhörer.

Die nächsten Stücke standen unter dem Zeichen hochkarätiger Chormusik. Der Bamberger OratorienChor begann eindrucksvoll mit dem Eingangschor aus Carl Philipp Emanuel Bachs Magnificat, gefolgt von den Knaben des Bamberger Domchores mit "Hört Ihr Engel helle Lieder". Die Bamberger Kammerchor-Solisten setzten mit dem ersten Stück von Händel, "Let the bright Seraphim" aus dem Samson-Oratorium, einen weiteren Akzent, bevor die Kinder von Harald Strauss-Orlovsky, Sophia und Lucian, mit ihrer "kleinen heiligenacht musik" wieder zu den volkstümlichen Weisen zurückkehrten.

Der zweite Teil des Konzertes bestand vorwiegend aus Musik von Georg Friedrich Händel, wiederum facettenreich präsentiert von den Bamberger Chören. Den Höhepunkt bildeten sicherlich die Teile des "Messias", in denen die vereinigten Sänger sich bis zu den bekannten "Halleluja"-Rufen steigerten, die eindrucksoll die weihnachtliche Vorfreude zum Ausdruck brachten. Erwähnenswert sind auch noch Strauss-Orlovskys Bearbeitung des Bach-Chorals "Nun danket alle Gott", dem er kunstvoll das Weihnachtslied "Es ist ein Ros entsprungen" eingewoben hatte, und die abschließende Weihnachtssinfonie, in der Publikum und Akteure gemeinsam "Oh du fröhliche" intonierten. Wieder einmal ein eindrucksvolles Weihnachtskonzert aus der Feder des Symphoniker-Konzertmeisters, das beweist, dass man auch jenseits der großen Orchestermusik kunst- und niveauvolle Weihnachtsabende gestalten kann.

von Markus Raupach
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