Der 68-jährige Klaus Zachert gehörte seit 1. Mai 1984 dem Stadtrat an. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.
Geboren wurde er am 26. Juli 1942 in Tirschtiegel, Kreis Meseritz (heute Polen). Das Abitur machte er 1963 in Bamberg. Es folgten Grundwehrdienst und Lehramtsstudium. Von 1969 bis 2006 war er Lehrer an der Grund- und Hauptschule Gaustadt, davon - seit 1987 - 20 Jahre lang als Konrektor. Neben der Pädagogik galt seine zweite Leidenschaft der Politik. 1983 trat Zachert der SPD bei und engagierte sich dort besonders für die Schul- und Umweltpolitik. Im Stadtrat war er zuletzt Sprecher seiner Fraktion im Senat für Finanzen und stellvertretender Sprecher im Senat für Grundsatzangelegenheiten. Außerdem gehörte er dem Senat für Stadtentwicklung, Verkehr und Klimaschutz an und war stellvertretender Vorsitzender des Rechnungsprüfungsauschusses. Weiterhin war er Mitglied des Zweckverbandes Sparkasse Bamberg sowie des Verwaltungsrats der Sparkasse Bamberg, und er gehörte dem Aufsichtsrat der Landesgartenschau Bamberg 2012 GmbH an.
Bei den Kommunalwahlen 1984 wurde er erstmals in den Stadtrat gewählt. In den Jahren 1991 bis 1996, 1999 bis 2002 und erneut seit 19. November 2003 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Bei den OB-Wahlen 2000 trat er für die SPD gegen Amtsinhaber Herbert Lauer an und erhielt mit 18,88 Prozent das beste Ergebnis der vier Gegenkandidaten. Am 8. November 2002 rückte Zachert für Heinz Köhler in den Landtag nach. Dort war er Mitglied des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten und des Ausschusses für Umweltfragen. Aufgrund der Stimmverluste der SPD bei der Landtagswahl 2003 schied er am 5. Oktober 2003 aus dem Landtag aus.
Zacherts Hobbys waren der Sport und das Engagement in Vereinen. Über 30 Jahre war er beim ASV Gaustadt tätig, davon zehn Jahre als Jugendleiter und 20 Jahre als Spielleiter und Manager. Seit 1991 ist er Vorstandsmitglied des MTV 1882 . Von 2001 bis 2005 war er stellvertretender Vorsitzender des FC 01, anschließend zwei Jahre Vorstandsmitglied beim Fusionsverein 1. FC Eintracht. Besonders am Herzen lag ihm seine Familie, die ihm den notwendigen Rückhalt gab. Oberbürgermeister Andreas Starke und die Stadträte reagierten bestürzt auf die Nachricht von Zacherts Tod. Im Bausenat wurde eine Gedenkminute eingelegt.