Bamberg
Sandkirchweih

Bamberger Sandkerwa: Der Sand ist außer Rand und Band

Bei Traumwetter ist Bambergs größtes Volksfest am Donnerstag eröffnet worden. Bis Montag werden 200.000 Besucher im Sand erwartet.
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: RiegerPress
Foto: RiegerPress
+26 Bilder

Bei Sonnenschein und nicht zu heißen Temperaturen startete am Donnerstag die 63. Bamberger Sandkerwa. Los ging es mit gleich zwei Eröffnungen. Zum einen am Nachmittag am Markusplatz. Hier gab Bürgermeister Werner Hipelius (CSU) den Startschuss für die Familienkerwa, die heuer erstmals nach fast 50 Jahren am Markusplatz stattfindet, da wegen der Sanierungsarbeiten des Clavius-Gymnasiums der Fischerei-Schulhof nicht mehr zur Verfügung steht. Seine Ansprache hielt er dabei sehr kurz, lieber genoss er eine Fahrt im Autoscooter.


Am Abend stand im Festzelt am Leinritt mit dem Bieranstich die offizielle Eröffnung der Kerwa auf dem Programm. Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) brauchte ganze zwei zaghafte Schläge, ehe der Gerstensaft floss. Zuvor unterstrich Gisela Bosch, Erste Vorsitzende des Bürgervereins IV. Distrikt, dass die Kirchweih politisch neutral sei und dass das größte Altstadtfest Oberfrankens mit geschätzten 300 000 Besuchern rein ehrenamtlich von einem kleinen Bürgerverein ausgerichtet wird. Dafür erntete sie Beifall.

Allerdings klagte sie auch über viele Verwaltungsmaßnahmen, die dem Bürgerverein das Leben schwer machten. Sie verstehe auch nicht, dass zeitgleich zu Distriktkirchweihen, deren Ursprungsdaten seit Jahrhunderten fest verankert seien, zusätzlich große Innenstadtevents durchgeführt würden, denen die Tradition fehle. An dem Schirmherrn Starke gewandt, forderte sie: "Lassen sie die Traditionsfeste in Bamberg nicht kaputt gehen. Denn sie gehören zur Stadt wie das Salz in der Suppe."

Bereits in den frühen Abendstunden füllt sich das Sandgebiet zusehends. So dass an den üblichen Engstellen wie am Schlenkerla und an der Elisabethenkirche drangvolle Enge herrschte. Sitzplätze gab es zu jener Zeit kaum mehr.

Gefeiert wird noch bis einschließlich Montagabend, ehe das Hochfeuerwerk auf dem Michaelsberg gegen 22 Uhr das Ende der Kerwa einleitet.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren