Bamberg
Raumproblem

Bamberger Hainschule: Mittagsbetreuung im Holzcontainer

Um weiterhin allen Schülern eine Mittagsbetreuung anbieten zu können, hat die Stadt Bamberg der Hainschule einen Container in Holzoptik zur Verfügung gestellt.
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Fünf Einzelcontainer nebeneinander ergeben einen Gesamtkomplex, der berufstätigen Eltern und Schülern zugute kommt. Foto: RiegerPress
Fünf Einzelcontainer nebeneinander ergeben einen Gesamtkomplex, der berufstätigen Eltern und Schülern zugute kommt. Foto: RiegerPress
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Versprochen gehalten! Dies betonte Bürgermeister Christian Lange (CSU), als er den neuen Container auf dem Gelände der Hainschule in Augenschein nahm. "Der Oberbürgermeister und ich hatten der Schulleitung versprochen, dass wir es rechtzeitig zum neuen Schuljahr schaffen werden, das Raumproblem für die Mittagsbetreuung an der Hainschule zu lösen", erinnerte Lange. Zwar könne er aktuell der Hainschule noch keinen genauen Termin nennen, wann die Grundschule saniert werde, aber zumindest müsse mit der Anschaffung des neuen Containers kein Kind von der Mittagsbetreuung ausgeschlossen werden. Denn dies, so schilderte Schulleiterin Ulrike Popp, hätte gedroht, wenn kein zusätzlicher Raum gefunden worden wäre. "An unserer Schule nutzen 120 von 140 Schülern das Angebot der Mittagsbetreuung. Ohne den Container hätten wir im neuen Schuljahr 20 Kinder abweisen müssen, weil wir räumlich an unsere Kapazitäten angelangt sind", erläuterte die Schulleiterin.


Optisch gut eingepasst

Der neue Container in Holzoptik passt sich, wie Christian Wonka vom Immobilienmanagement erläuterte, optisch gut in die naturnah gelegene Hainschule ein. Er bietet zudem mit seinen 70 Quadratmetern ausreichend Platz für die Grundschüler. "Allerdings war es in diesen Tagen gar nicht so einfach, einen Container aufzutreiben, da diese infolge der Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge sehr rar geworden sind", so Wonka. Die Stadt hatte sich entschlossen, den Container gebraucht für 75 000 Euro zu kaufen. Denn ihn anzumieten wäre beträchtlich teurer gewesen. Zumal man den Container auch für andere Schulen einsetzen oder ihn nach Nichtgebrauch weiterveräußern könne.

In der Hainschule werden in neun Gruppen von zwölf Mitarbeitern 120 Schüler am Nachmittag betreut. Neben einem Essen können die Kinder während der Betreuungszeit spielen, lesen, basteln oder auch freiwillig ihre Hausaufgaben machen. Allerdings bietet die Mittagsbetreuung keine Hausaufgabenbetreuung oder gar Nachhilfe an.


Förderverein

Getragen wird die Betreuung vom Förderverein "Mittagsbetreuung Hainschule e. V.", der wiederum von den Eltern mit Hilfe des Freistaates Bayern finanziert wird. "Mit der Mittagsbetreuung wollen wir eine Brücke bauen zwischen berufstätigen Familien und den Schülern. Eltern sollen ihrem Beruf nachgehen können mit dem Wissen, dass ihr Kind fachlich betreut und liebevoll umsorgt wird", resümierte Lange.
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