Bamberg
Germany's Next Topmodel

Bamberger Bus fährt Heidi Klum durch Deutschland

Am Donnerstag geht es weiter mit der Show "Germany's Next Topmodel", in der ein Bamberger die fahrende Hauptrolle spielt. Bus und Busfahrer sind nämlich allesamt echte Franken. Wir stellen das luxuriöse Gefährt vor, in dem Heidi Klum & Co. durch Deutschland gefahren sind.
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Der Topmodel-Tourbus im November 2014 bevor es zur Deutschlandtournee geht. Foto: Wolfgang Sauer
Der Topmodel-Tourbus im November 2014 bevor es zur Deutschlandtournee geht. Foto: Wolfgang Sauer
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Heute am Donnerstag ist es wieder soweit. "Catwalkende" Mädchen, die von Modellegende Heidi Klum, Modedesigner Wolfgang Joop und den Artdirector Thomas Hayo auf Bikinifigur und lange Beine geprüft werden. Und da bei "Germany"s Next Topmodel" nicht nur hübsche Fränkinnen in die engere Wahl kommen sollten, wurden deutschlandweit Mädchen "gecastet", also auf ihr Topmodelpotenzial geprüft. Damit das dann auch die ganze Republik am Fernsehen mitverfolgen kann, reichte es nicht, Heidi und Juroren-Anhang in einem Auto loszuschicken.

Allein für das Produktionsteam, das die Castings filmen und organisieren soll, brauchte es einen eigenen Reisebus. In den letzten zehn Staffeln war das sicher nicht viel anders. Neu an der diesjährigen Staffel ist, dass auch die dreiköpfige Jury öffentlichkeitswirksam im Bus zu den Castings gefahren ist. Und um standesgemäß zu reisen und dem Publikum zu kommunizieren, wie schön luxuriös es sich als Topmodel auf Tour reist, gilt es hier nicht zu kleckern, sondern zu klotzen.


Bamberger Busse kutschierten Heidi & Co. durch Deutschland

Und ein Experte für die Tourneen von Stars und Sternchen ist der Bamberger Wolfgang Sauer, Inhaber eines in Bischberg ansässigen Busunternehmens. Normalerweise bringt der Franke mit seinen Tourbussen Musiker wie Xavier Naidoo, Helene Fischer oder Deichkind zum nächsten Auftritt.

Nun durfte auch Heidi Klum in einem der Bamberger Busse mitfahren. Zwei davon waren für "Germany's Next Topmodel" in Deutschland unterwegs: Ein vorausfahrender Bus, vollgepackt mit Technik und dem Produktionsteam, ein anderer mit Jury, Fernsehteam und einer Stylistin. Gefahren wurden die oberfränkischen Busse von ebenso fränkischen Busfahrern, die im Schichtbetrieb zehn Tage mit auf Tour waren, wie Sauer im Interview bestätigt.

So eine Fahrt verläuft dann auch nicht immer einfach von A nach B. Manchmal fuhr der Bus auch mehrmals dieselbe Strecke auf und ab, wenn sich diese als besonders filmenswert herausstellte. Auch mithilfe von an Drohnen befestigten Kameras entstanden so die Außenaufnahmen, in denen der Bus an der Kamera vorbeifährt.


Per Luxus-Tourbus durch Deutschland

Einen Eindruck vom Inneren des Doppeldeckerbusses gab es bereits in Folge Eins von "Germany's Next Topmodel". Dieser fiel bei den Hauptakteuren der Show mehr oder minder positiv aus. Denn während Heidi und Thomas vom Bus offenbar begeistert waren, machte Wolfgang die maximale Stehhöhe von 1,68 Meter im Schlafbereich zu schaffen - trotz Glasdach.

Beim Blick ins Innere des 14 Meter langen Busses dürfte dem weniger luxusverwöhnten Normalbürger wohl aber zunächst die holzverkleideten Wände und Böden auffallen. Mit muffigen alten Reisebussen, mit denen Kinder ins Ferienlager oder in irgendein Museum gekarrt werden, hat dieses 20 Tonnen schwere Ungetüm wenig gemein.

Denn zusammen mit der stimmungsvollen Beleuchtung fühlt man sich eher an eine teure Yacht oder ein sehr teures Wohnmobil erinnert. Und teuer ist dabei nicht untertrieben: Der Marktwert des Busses bewege sich nämlich in ähnlichen Preisklassen wie ein "exklusives Wohnhaus in bester Bamberger Lage", wie Sauer es formuliert.


Innenausstattung eines Wohnmobils

So luxuriös der Bus auch ist. Für die Ansprüche von Heidi und der Show selbst, mussten im Vorfeld einige Änderungen vorgenommen werden. Neben der individuellen Folierung des Busäußeren, wurde im Heck eine Sitzecke eingebaut, die unter anderem für Interviews genutzt wurde. Standardmäßig befindet sich hier nämlich ein Schlafzimmer mit Ehebett und Fernseher. Sitzecke und Schlafzimmer wurden quasi ausgetauscht.

Ansonsten war der Bus standardmäßig mit Teeküche, Kaffeeautomat, Mikrowelle, Kühlschränken und edler Toilette ausgestattet. Dazu konnten sich die Fahrgäste an einem "Atmosphärischen LED-Lighting-System", W-Lan, "vier individuell konfigurierbaren Klimazonen" und einem "Multimedia Entertainment System" inklusive Playstation 3 erfreuen.


Heidi schläft vorne, der Rest in der Koje

Heidi Klum schlief im Vorderteil des Busses in einem King-Size-Bett, konnte sich an einem kleinen Kühlschrank bedienen, Videospiele auf einem Flatscreen spielen oder einfach vorne aus dem Fenster gucken. Thomas Hayo, Wolfgang Joop und die restlichen Mitreisenden mussten sich hingegen mit einer der zehn Kojen begnügen, zwischen denen Joop die Platzangst packte.

Die Busse selbst hatte ProSieben nur gemietet, weshalb die vorgenommenen Veränderungen mittlerweile wieder rückgängig gemacht wurden. So sind die Busse wieder bereit für die nächste große Tournee durch Deutschland oder Europa.



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