Bamberg

Bamberg zaubert: Keine Abstriche für magische Momente

Das Stadtmarketing informierte über das anstehende Festival. Gleichzeitig wehren sich die Veranstalter gegen Vorwürfe von außen und verteidigen vehement den Fortbestand des Festes.
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Spektakuläre Darbietungen verspricht das Festival "Bamberg zaubert" auch 2013.  Fotos: RiegerPress (Archiv)
Spektakuläre Darbietungen verspricht das Festival "Bamberg zaubert" auch 2013. Fotos: RiegerPress (Archiv)
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Zum 15. Mal jährt sich heuer "Bamberg zaubert", die Fuchs-Auftaktgala kann auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Doch so feierlich der Anlass auch war, eine gänzlich ungetrübte Stimmung herrschte bei der Pressekonferenz im Fuchsbau an der Memmelsdorfer Straße, auf der das Stadtmarketing die Highlights von "Bamberg zaubert" bekannt geben wollte, nicht.

Schließlich schwebten - zumindest vorübergehend und nach dem Willen der CSU - deutliche Einschnitte über dem Festival. Dementsprechend wetterte Stadtmarketing-Geschäftsführer Klaus Stieringer: "Der Kritik der CSU und ihr Antrag, ,Bamberg zaubert' auf seine ursprüngliche Größe zu verkleinern, kann ich nicht folgen. Denn das Festival auf die frühere Größe zu reduzieren, erscheint genauso unmöglich wie die CSU zu ihrer früheren Geschlossenheit zu bringen."

Überhaupt sei das Zauberfestival eine gewachsene Veranstaltung, weil hier viele Menschen einen hervorragenden Job machten. Viele Städte würden Bamberg darum beneiden, und von Berlin wurde die Weltkulturerbestadt letztes Jahr sogar als ein Leuchtturmprojekt ausgezeichnet.

Ebenso wies Stieringer die Kritik des Kabarettisten Mäc Härder zurück, der gewettert hatte: "Was nichts kostet, ist nichts wert!" Der Stadtmarketing-Geschäftsführer konterte, dass sich "Bamberg zaubert" scheinbar erfolgreicher entwickelt habe, als "die Karriere von dem mittlerweile in Vergessenheit geratenen Kabarettisten Mäc Härder".

Überhaupt hätte Mäc Härder vor zehn Jahren die künstlerische Leitung abgegeben, um eigene TV-Projekte entwickeln zu können. "Ich kann deshalb die Kritik nicht verstehen. Denn der daraufhin neu eingeführte künstlerische Leiter Zyculus ist das Beste, was dem Festival passieren konnte. Aber wie sagte Robert Lembke so schön: Mitleid bekommt man geschenkt. Neid muss man sich verdienen", so Stieringer.

Auch Markus Götz, alias Zyculus, widersprach dem Vorwurf von Mäc Härder. "Ich habe damals mit zehn bis 15 Kollegen und Freunden begonnen. Diese haben dann das Zauberfestival weiterempfohlen. Heute kommen fast alle Künstler auf Empfehlung eines anderen, der schon einmal dabei gewesen ist. Und wir haben mittlerweile über 2000 Bewerbungen, darunter auch viele internationale Künstler", so Zyculus.

Damit könne die Veranstaltung doch gar nicht so schlecht sein. Auch sei das Event damals mehr in Richtung Jonglage und Kabarett abgedriftet und hätte mit einem Zauberfestival fast nichts mehr zu tun gehabt. "Heute haben wir von rund 50 Gruppen über die Hälfte Zauberer und können die Veranstaltung mit Recht ,Bamberg zaubert' nennen", betonte der künstlerische Leiter.

Unterstützung von Schwarz
Unterstützung bekamen Stieringer und Zyculus zudem von Andreas Schwarz, Bürgermeister von Strullendorf und einer der Schirmherren des Festivals: ",Bamberg zaubert' ist eine tolle Veranstaltung, die nicht nur kostenfrei, sondern auch sehr familienfreundlich ist." Schwarz würde sich sogar wünschen, dass das Festival - wie in Ansätzen beim Jazz- und Bluesfestival praktiziert - auch auf den Landkreis ausgeweitet werde.

"Bamberg zaubert" findet vom 19. bis einschließlich 21. Juli statt. Über 100 Künstler aus 20 Nationen werden rund 500 Auftritte absolvieren. Im Vorfeld findet wie gewohnt die Fuchs-Gala statt - und zwar im E.T.A. Hoffmann Theater. Neben der Premiere am Freitag, 12. Juli, um 19.30 Uhr, finden am Samstag, 13. Juli, und Sonntag, 14. Juli, jeweils zwei Vorstellungen statt: Am Samstag um 15 und um 19.30 Uhr, und am Sonntag um 14 und um 18 Uhr.

Als musikalische Highlights treten bei "Bamberg zaubert" Ray Horton und Michael Lane (beide The-Voice-of-Germany-Teilnehmer) auf. Michael Lane gab bereits im Anschluss an die Pressekonferenz im Fuchsbau eine "Kostprobe" seines musikalischen Schaffens.

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