Bamberg

Bamberg und Bund sind einig über Erwerb der Lagarde-Kaserne

Freude in der Stadtverwaltung. Laut OB Andreas Starke (SPD) besteht Einigkeit mit dem Bund über den Kauf der Lagardekaserne im nächsten Jahr.
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Der Ankauf der Lagardkaserne soll 2017 erfolgen.  Foto: Ronald Rinklef
Der Ankauf der Lagardkaserne soll 2017 erfolgen. Foto: Ronald Rinklef
Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) freut sich über ein "positives Verhandlungsergebnis". Es sei ein hartes Stück Arbeit gewesen, aber nun sei der Weg frei für den Kauf der Lagardekaserne im nächsten Jahr.

Nach seinen Angaben haben sich diese Woche die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und die Stadt Bamberg auf die Inhalte eines Kaufvertrags zum Erwerb der ehemaligen Lagardekaserne mit rund 19,4 Hektar Fläche geeinigt. Noch keine Übereinkunft wurde über die Muna und den Schießplatz sowie über die derzeit leer stehende Offizierssiedlung erzielt.

Starke geht davon aus, dass der Kaufvertrag nach einer Sitzung des Konversionssenats im Februar notariell beglaubigt werden kann. Erst nach der Bestätigung durch den Haushaltsausschuss des Bundestages kann der Besitz tatsächlich auf die Stadt übergehen. Die Einigung ebnet den Weg für zwei aktuelle Sonderprojekte: die Ansiedelung des digitalen Gründerzentrums und der Zentralstelle Cyber Crime der Bayerischen Justiz, die zum 1. Oktober 2017 erfolgen soll. Das digitale Gründerzentrum könne Anfang 2019 folgen. "Diese zwei Projekte sind wichtige Schrittmacher für die zügige Entwicklung der Lagardekaserne. Wir stärken damit den Wirtschafts- und Justizstandort Bamberg", sagte der OB.

Die immer wieder zu hörenden Vorwürfe, Bamberg habe im Vergleich zu Schweinfurt die Entwicklung verschlafen, weist Starke zurück. Die beiden Konversionen könne man schon wegen der Größenordnung nicht vergleichen. In Schweinfurt seien vorab Flächen herausgenommen worden wegen eines Ankunftszentrums für Flüchtlinge. Außerdem sei die Stadt Schweinfurt ein erhebliches Risiko eingegangen, da sie anders als Bamberg auf die Untersuchung von Altlasten komplett verzichtet habe, sagte Starke. Auch Bamberg könne mit der Pines-Siedlung und der Ansiedelung der Bundespolizei auf Erfolge verweisen.
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