Bamberg

Bamberg kämpft gegen Eichenprozessionsspinner: Ab nächster Woche wird gespritzt

Das Gartenamt Bamberg führt in der kommenden Woche eine Spritzaktion gegen die Larven des Eichenprozessionsspinners durch. 637 Bäume sind betroffen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Raupen des Eichenprozessionsspinners Foto: Patrick Pleul/dpa
Raupen des Eichenprozessionsspinners Foto: Patrick Pleul/dpa
+1 Bild
Die Liste des Gartenamtes der Stadt Bamberg umfasst exakt 637 Eichen. Ab kommenden Dienstag, 2. Mai, bekommen diese Bäume eine "Spezialbehandlung" mit einem biologischen Spritzmittel. Sinn und Zweck der Aktion: Der Schutz der Bevölkerung vor den hochallergenen Härchen des Eichenprozessionsspinners.

Die Raupenhaare des Spinners stellen ab dem dritten Larvenstadium eine akute gesundheitliche Gefährdung für den Menschen dar. Die feinen Brennhaare des Tieres lösen bei Berührung oder beim Einatmen verschiedenste allergische Reaktionen aus, von starken Hautausschlägen bis hin zu Schockreaktionen, heißt es in einer aktuellen Mitteilung aus dem Gartenamt.

Der Befall von Eichen im Stadtgebiet Bamberg durch den Eichenprozessionsspinner wurde in den letzten Jahren zu einem ernstzunehmenden Thema. "Besonders in Trockenjahren steigt die Population stark an, was problematisch ist und nicht unterschätzt werden darf", erläutert Michael Gerencser, stellvertretender Leiter des städtischen Gartenamtes.

Deshalb werden die Larven des Eichenprozessionsspinners und ihre Gespinste (Nester) an stark frequentierten oder sensiblen Bereichen ab kommender Woche entfernt. Bei schlechter, ungeeigneter Witterung kann sich der Spritztermin leicht verzögern. Die Behandlung aller 637 Bäume wird etwa eine Woche in Anspruch nehmen. Gespritzt wird - wie auch in den Vorjahren - mit "Neem Protect", einem für Mensch und Tier ungefährlichen Biozid.

Wann genau welche Bäume gespritzt werden, kann den telefonisch unter 0171/3363916 erfragt werden.

Kommentare (2)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren