Bamberg. Maxplatz, Samstagfrüh gegen acht Uhr. Strahlend blauer Himmel und angenehme Temperaturen. Alle Teilnehmer des Umwelttages sind in bester Laune. Fröhlich werden Kisten ausgepackt, Pavillons und Schirme aufgestellt und Informationsmaterial ausgelegt. Auch die Macher des "Tages der Umwelt" verbreiten gute Laune. "Das wird heute es schöner Tag", frohlocken sie. Doch zu früh gefreut: Kaum eine Stunde später zog ein Unwetter über dem Maxplatz auf, welches es in sich hatte. Es regnete strömend und stürmte aufs heftigste. Innerhalb von kürzester Zeit waren alle Aussteller bis auf die Haut nass.

"Mit all unseren Mitarbeitern haben wir die Stangen unseres Pavillons festgehalten", berichtet Günter Lorber, Gebietsleiter der Bosch Betriebskrankenkasse (BKK). Sämtliche Kartons mit Informationsmaterial hingegen waren binnen Minuten durchweicht und müssen jetzt erst einmal wieder trocknen. Dabei hatten Lorber und sein Team noch Glück gehabt, denn viele Aussteller kamen, wenn überhaupt, nur mit einem großen Sonnenschirm. Diese jedoch wehte der Wind auf und davon. "Selbst einen Holzpavillon neben unseren Stand hat es regelrecht zerlegt. Es war unglaublich", so der Bosch BKK-Gebietsleiter.

Keine offizielle Eröffnung


Nach diesem allgemeinen Durcheinander beschloss das Umweltamt, den diesjährigen Tag abzusagen. Obwohl Oberbürgermeister Andreas Starke bereits anwesend war, kam es zu keiner offiziellen Eröffnung mehr. Rund zwei Drittel aller Teilnehmer packten dann umgehend ihre Sachen zusammen und verließen den Maxplatz. Doch einige wie Lorber und sein Team beschlossen, zu bleiben. "Die Wetterprognosen waren früh zwar noch wenig erfreulich, aber wir hofften doch, dass es sich noch etwas aufhellen wird", erläutert er. Ein weiterer Grund ihres Bleibens war der völlig durchnässte Pavillon, den sie so hätten nicht zusammenpacken können. Am Ende wurde ihr Ausharren und das der anderen Stände "belohnt". Gegen elf Uhr besserte sich das Wetter: der Regen hörte auf und auch der Sturm war wie weggeblasen.

Das Motto des diesjährigen Umwelttages lautete "G'scheit essen - mit Genuss und Verantwortung". Ziel hätte es sein sollen, die Bevölkerung über die Zusammenhänge zwischen Essverhalten, Umwelt- und Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit zu informieren und für eine bewusste Esskultur mit regionalen und saisonalen Produkten zu werben. "Wir widmeten uns den Kräutern und unsere Ernährungsberaterin informierte, wie vielfältig man diese verwenden kann", schildert Lorber.

Er und die anderen "Tapferen" waren am Ende mit dem Verlauf und vor allem mit dem Interesse der Besucher den Umständen entsprechend zufrieden. Es war übrigens nicht das erste Mal, dass der "Tag der Umwelt" kurzfristig wegen schlechten Wetters abgesagt werden musste.