Pommersfelden
Flüchtlinge

Bald Platz für Asylbewerber in Pommersfelden?

Die Gemeinde Pommersfelden lässt den Appell von Landrat Kalb in Sachen Flüchtingsunterkünfte nicht kalt. Ein Eigentümer hat sich gemeldet, der hier wohl gerne aktiv werden möchte.
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Ein Vorschlag aus dem Gemeinderat: das leer stehende Schlosshotel nutzen. Das Archivbild zeigt eine Touristengruppe.   Archivbild: Evi Seegerc
Ein Vorschlag aus dem Gemeinderat: das leer stehende Schlosshotel nutzen. Das Archivbild zeigt eine Touristengruppe.   Archivbild: Evi Seegerc
In der Gemeinde Pommersfelden wird es möglicherweise bald eine Unterkunft für Asylbewerber geben. Ortsteil und Anwesen wurden in der Sitzung des Gemeinderats allerdings noch nicht genannt. Nur so viel gab Bürgermeister Hans Beck (Wählerblock Sambach) bekannt: Auf den Aufruf von Landrat Kalb (CSU), Wohnraum zur Unterbringung von Asylbewerbern zur Verfügung zu stellen, habe sich ein Eigentümer aus der Gemeinde Pommersfelden gemeldet.

Derzeit müssten, so Beck, wöchentlich 19 Asylsuchende im Landkreis Bamberg untergebracht werden. Das Landratsamt suche insbesondere Objekte für 20 bis 30 Personen. Das in der Gemeinde Pommersfelden angebotene Anwesen sei dem Landratsamt gemeldet worden und werde jetzt auf seine Eignung geprüft. Schon in den nächsten Tagen will Beck die beiden Kirchen und die Gemeinderäte zu einem internen Gespräch an einem Tisch zusammen bringen.

Ziel der Zusammenkunft sei die Vorbereitung einer außerordentlichen Bürgerversammlung, durch die mögliche Ängste und Vorurteile in der Bürgerschaft ausgeräumt werden sollen. Am Beispiel von Stegaurach machte Beck deutlich, dass auch die Gemeinde Pommersfelden versuchen werde, einen Helferkreis aufzubauen. Zweiter Bürgermeister Helmut Schleicher (FWG Steppach) warf die Frage auf, ob es eventuell zu Zwangseinweisungen, beispielsweise in der neuen Pommersfeldener Turnhalle, kommen könnte. Dies konnte ihm der Bürgermeister jedoch auch nicht beantworten.


Über 60 Zimmer

Gerd Dallner (FWG Steppach) hatte einen Vorschlag: Das leer stehende Schlosshotel wäre ein zur Unterbringung von Asylsuchenden geeignetes Objekt, "über das man diskutieren könnte", meinte er. Tatsächlich steht das ehemalige Hotel mit mehr als 60 Zimmern, im historischen Marstall von Schloss Weißenstein seit Jahresende 2013 leer. Über die Nutzung hat als Verpächter Paul Graf von Schönborn zu entscheiden. In dem fast 300 Jahre alten Marstallgebäude waren bereits nach dem Zweiten Weltkrieg Flüchtlinge untergebracht.
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