Frensdorf
Neubau

B505-Auffahrt für Zentbechhofen

Die Bundesstraße bekommt eine weitere Anschlussstelle. Die konkrete Zusage sorgt im Gemeinderat Frensdorf für große Freude.
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Von dieser Brücke zwischen Zentbechhofen und Herrnsdorf ist ein direkter Anschluss auf die B505 geplant. Archivfoto: Andreas Dorsch
Von dieser Brücke zwischen Zentbechhofen und Herrnsdorf ist ein direkter Anschluss auf die B505 geplant. Archivfoto: Andreas Dorsch
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Die B505 wird zwischen Herrnsdorf und Zentbechhofen eine weitere neue Anschlussstelle bekommen. Die frohe Botschaft hatte der Leiter der Abteilung Planung im Staatlichen Bauamt Bamberg, Baudirektor Norbert Schmitt, im Gepäck, als er in der Gemeinderatssitzung den weiteren Ausbau der Bundesstraße mit drei Fahrstreifen vorstellte. Gewünscht und auch beantragt habe die Wählergruppe AWL (Aktive Wählerliste Herrnsdorf) diese zusätzliche Auffahrt schon vor längerem, freute sich Bürgermeister Jakobus Kötzner (AWL). Die konkrete Zusage überraschte jetzt dennoch.

Die Bundesstraße ist das Bindeglied zwischen den Autobahnen A3 und A73 und verbindet den Raum Bamberg mit den Städten Würzburg und Nürnberg. Aufgrund der zahlreichen und schweren Unfälle ist sie auch als "Todesstrecke" bekannt geworden.

Der einst angedachte vierstreifige Ausbau der B505, wie er im Bedarfsplan 2004 enthalten ist, ist inzwischen vom Tisch. Hingegen wurden bereits zwei Abschnitte jeweils im Richtungswechsel mit dritten Fahrstreifen ausgebaut: Die Strecke zwischen Pettstadt und Hirschaid sowie der Abschnitt nördlich von Pommersfelden sind bereits fertiggestellt und machen wechselseitig ein gefahrloses Überholen möglich.

Zahlreiche Unfälle

Das jetzt bevorstehende Stück zwischen Herrnsdorf und Zentbechhofen ist demnach der dritte Bauabschnitt, an der in den 60er-Jahren gebauten Bundesstraße. Aufgrund der Unfälle bei Überholmanövern, die immer zahlreicher und dramatischer wurden, habe man sich für den Ausbau entschieden, erklärte Baudirektor Schmitt. Der dritte Bauabschnitt sei mit knapp drei Kilometern das längste Teilstück. Weitere Ausbauabschnitte könnten folgen, wenn man die Brückenbauwerke aufgrund ihres Alters und Zustandes erneuern müsste.

"Dramatisch" ist nach Schmitts Worten nicht das Verkehrsaufkommen auf der B505. Mit 7000 bis 8000 Fahrzeugen in 24 Stunden - bei Bamberg etwas höher - sei die Verkehrsbelastung anderen Bundesstraßen vergleichbar. "Was uns Kopfzerbrechen macht, ist der Schwerlastverkehr." Neun Prozent betrage er auf Bundesstraßen, auf der B505 mache er 15 Prozent aus. Der hohe Lkw-Anteil und der daraus resultierende "Überholdruck" ist wohl auch der Hauptgrund dafür, dass die übergeordneten Behörden Grünes Licht gegeben haben.

Ein Gutachten sage aus, dass der Verkehr bis zum Jahr 2025 weiter zunehme. Es gehe davon aus, dass die neue Anschlussstelle eine gute Akzeptanz finde. Laut Prognose sollen aus dem Süden - also aus Richtung Zentbechhofen - bis zu 2500 Fahrzeuge über die neue Anschlussstelle auf die B 505 fahren. Profitieren werden von der neuen Auffahrt auch die Rettungsfahrzeuge und Feuerwehren, die dann keine Umwege mehr fahren müssen, sowie der Winterdienst.

Finanzierung steht

Hinsichtlich der Finanzierung zeigte sich der Baudirektor zuversichtlich: Der Ausbau müsse zwar - wie bereits bei den beiden fertigen Bauabschnitten - aus dem Bundeshaushalt finanziert werden, "aber das schaffen wir schon", erklärte er. Der Zeitplan sehe die Planfeststellung für 2016 vor, Beginn der Maßnahme könnte 2017 sein. Mit einem Jahr Bauzeit wird gerechnet, so dass die Maßnahme 2018 fertig sein könnte. Gut ist nach Schmitts Worten, dass kein neues Brückenbauwerk gebaut werden muss. Allerdings müsse "unter Verkehr" gebaut werden. Der überwiegende Teil des Streckenabschnitts - rund 90 Prozent - befinden sich auf mittelfränkischem Gebiet.


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