Bamberg

Autofahrer müssen Geduld haben

Kanalarbeiten am Heinrichsdamm sorgen in den kommenden Wochen für Engpässe und Umleitungen.
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Kein Durchkommen gibt es im Zuge der Kanalarbeiten am Heinrichsdamm. Foto: Peter Groscurth
Kein Durchkommen gibt es im Zuge der Kanalarbeiten am Heinrichsdamm. Foto: Peter Groscurth
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Die rotweißen Bau stellenbaken stehen schon da. Sie sperren sorgfältig aufgereiht einen etwa 30 Meter langen Bereich am Heinrichsdamm komplett ab. Bis 4. September kommt es dort zu umfangreichen Kanalarbeiten. Claus Reinhardt vom Baureferat der Stadt Bamberg erklärt, was dort in den kommenden Wochen passieren wird: "Im Zuge des Vorhabens auf Höhe des Franz-Ludwig-Gymnasiums werden Regenwasserkanäle, die derzeit noch in den Main-Donau-Damm abgeleitet werden, an das vorhandene Mischsystem angeschlossen." Dadurch sollen Einleitungen in den Vorfluter weiter reduziert werden.

Möglich wird dies durch ein neues Schachtbauwerk im Kreuzungsbereich von Misch- und Regenwasserkanälen. Dieses hat eine Abmessung von ca. 2,50 auf 3,50 Meter, die erforderliche Baugrube erstreckt sich bis in eine Tiefe von 6,50 Meter.
Sogar Hightech wird hier verlegt: Über ein Datenkabel wird nach Fertigstellung die Anbindung der neuen Entwässerungseinrichtung an das Prozessleitsystem der Kläranlage Bamberg erfolgen. Doch bis es soweit ist, müssen sich Autofahrer auf umfangreiche und zeitaufwändige Umleitungsregelungen einstellen.

Um das Schachtbauwerk errichten zu können, ist am Heinrichsdamm in Höhe FLG eine Vollsperrung notwendig, die Durchfahrt in Richtung Willy-Lessing-Straße und weitere Zufahrt zur Innenstadt ist daher nicht möglich. Der Verkehr muss ab der Marienbrücke über die Friedrichstraße - Schönleinsplatz und weiter über die Willy-Lessing-Straße - Brückenstraße - Promenade zur Tiefgarage Zentrum-Karstadt ausweichen. "Fußgänger und Radfahrer können den Baustellenbereich passieren", heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus der Stadt.

Für Anlieger frei

Für die Anlieger sollen deren Anwesen dagegen erreichbar bleiben. In Teilen würden dazu die bestehenden Einbahnregelungen am Heinrichsdamm und in der Luisenstraße aufgehoben. Damit wird das Rechtsabbiegen von Willy-Lessing-Straße in den Heinrichsdamm bis zur Baustelle bzw. Anwesen Nummer 11 ermöglicht.
Gelbe Fahrbahnmarkierungen weisen jetzt auf der Straße darauf hin. Von der Marienbrücke kommend sei daneben auch die Zufahrt bis zum Gymnasium frei. Die Stadtbusse der Linien 920 und 936 halten ersatzweise an der Haltestelle in der Wilhelmstraße.

Dennoch ist die Baustelle für Anwohner wie Anneliese Freitag ein Ärgernis. Sie habe nichts von der Maßnahme gewusst und fühle sich daher schlecht von der Stadt Bamberg informiert, wie sie unserer Zeitung erzählt. "Ich war wirklich überrascht, als ich morgens aus dem Haus ging", fügt sie an. Ein kurzer Info-Brief hätte doch gereicht, sich auf diese Baustelle einzustellen, meint Anneliese Freitag.

Claus Reinhardt räumt hier eine Panne ein: "An sich ist es gängige Praxis, dass das Bauamt mit Hilfe von kurzen Schreiben Betroffene informiert. Hier war dies leider nicht der Fall." Künftig wolle die Verwaltung besser darauf achten, Anwohner rechtzeitig zu informieren, versprach Reinhardt.
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