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Bamberg
Leerstand

Altes Hallenbad Bamberg: Warten auf die neue Nutzung

Entgegen der Erwartungen ist noch immer nicht klar, ob und wann das alte Hallenbad zu einem neuen Unisportzentrum wird. Derzeit prüft ein Gutachter, was die Immobilie wert ist.
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Das alte Hallenbad am Margaretendamm wird wohl noch eine Weile leer stehen. Foto: Ronald Rinklef
Das alte Hallenbad am Margaretendamm wird wohl noch eine Weile leer stehen. Foto: Ronald Rinklef
Die Hoffnungen auf den 11. November waren groß gewesen: Jener Tag, an dem das alte Hallenbad auf der Tagesordnung im Bausenat stand. Ist endlich ein Ende des bereits vier Jahre andauernden Leerstandes in Sicht? Wir die alte Schwimmhalle zu einer neuen Sportstätte der Otto-Friedrich-Universität Bamberg?

Stadt-Sprecherin Ulrike Siebenhaar hatte im Vorfeld gesagt, dass in der Sitzung voraussichtlich "etwas spruchreif" sei. Auch Jan Giersberg, Sprecher der Stadtwerke Bamberg - denen das Gebäude gehört - , hatte sich ähnlich geäußert und mit "neuen Erkenntnissen" gerechnet.

Doch die lassen weiterhin auf sich warten. Laut Christian Neumann, Abteilungsleiter zentrale Dienste bei den Stadtwerken, gebe es immerhin etwas Positives zu vermelden: Die Beteiligten Verhandlungspartner hätten sich "über die Grundzüge verständigt, wie die Bewertung erfolgen soll".

Das bedeutet: Die Stadtwerke, die Stadtverwaltung und die "Immobilien Bayern" (Imby) - die für den Freistaat Grundstücksgeschäfte abwickelt - haben sich mit dem beauftragten Gutachter zusammengesetzt. Laut Sitzungsunterlagen aus dem Bausenat hat man sich über die Bewertungskriterien geeinigt. Der Gutachter soll nicht nur prüfen, was das alte Hallenbad wert ist, sondern auch das Gelände im Volkspark, das aktuell noch von der Uni für die Sportausbildung genutzt wird.

Bereits 2012 hatten Stadt, Stadtwerke und Uni eine Absichtserklärung unterschrieben, wonach das ehemalige Bad am Margaretendamm zum neuen universitären Sportzentrum umfunktioniert werden soll. Hier kommt die Imby ins Spiel, die das Gelände für die Bamberger Uni von den Stadtwerken kaufen würde. Der bisherige Standort im Volkspark an der Pödeldorfer Straße soll dann stillgelegt werden.

Bei der Wertermittlung des alten Hallenbades muss der Gutachter bedenken, dass es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude aus den 1960er Jahren handelt. Dieses könnte aber offenbar in eine wettkampftaugliche Zweifachhalle mit Gymnastikraum umgewandelt werden - sofern der Verkauf an die Imby abgewickelt ist.


Die nächsten Schritte

Momentan geht man bei den Stadtwerken davon aus, dass der Gutachter Ende November mit seiner Wertermittlung fertig werden könnte. Die nächsten Schritte wären folgende: Die Immobilien Bayern stimmt sich mit der Obersten Baubehörde ab; dann bewertet die Imby die Wirtschaftlichkeit des Standortes "altes Hallenbad" in Bezug auf die Nutzung als Sportzentrum.

In den Sitzungsunterlagen folgt der Satz: "In Abhängigkeit von diesen Bewertungen ist die Einstellung von Mitteln in den nächsten Doppelhaushalt des Freistaates Bayern vorgesehen." Soll heißen: Es ist noch lange nicht sicher, ob der Immobiliendeal klappt. Dennoch ist man bei Stadt, Stadtwerken und Uni zuversichtlich. Letztgenannte hatte erst kürzlich über Sprecherin Tanja Eisenach verlauten lassen, dass die Hochschule "nach wie vor hochinteressiert an dem Hallenbad" und dessen Umwandlung zur Sportstätte sei.

Stadtwerke-Vertreter Christian Neumann merkt an: Laufe alles glatt, "könnten wir nächsten Jahr das Immobiliengeschäft abwickeln." Bis dahin heißt es weiterhin: Leerstand.

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