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Scheßlitz
Kurzinterview

Alle sportlichen Aktivitäten helfen gegen Demenz

"Bewegung hilft gegen Demenz", sagt Dr. Dieter Höger.
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Dieter Höger
Dieter Höger
"Eigentlich ist es egal, was Sie machen, Hauptsache Sie bleiben aktiv!" So lässt sich die Kernbotschaft eines Vortrags von Chefarzt Dieter Höger von der Juraklinik Scheßlitz zusammenfassen, den er jüngst im Kulturraum Burgebrach bei der Veranstaltung "Psychische Gesundheit im Alter - bewegt älter werden" gehalten hat.

Ein ähnlicher Abend mit diesem Referat wird auch noch in der Alten Seilerei in Bamberg am Mittwoch, 15. März, um 17 Uhr und in der Oertl-Scheue in Heiligenstadt am Mittwoch, 5. April, um 17 Uhr stattfinden. Mit dem Mediziner führten wir ein Gespräch zum Thema Demenz.

Was sind die ersten Anzeichen von Demenz, Depression und Sucht?
Dieter Höger: Vergesslichkeit und Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses. Die Betroffenen können sich an Sachen, die vor etwa 15 bis 30 Minuten passiert sind, nicht mehr erinnern. Es wird mehrfach nachgefragt. Allen drei Krankheiten ist gemeinsam, dass Menschen sich aus Scham oft zurückziehen und ihre Hobbys und Kontakte nicht mehr pflegen. Dies ist ein falscher Weg.

Wie kann man die Demenz verlangsamen?
Komplett ist die Krankheit nicht zu heilen. Mit Medikamenten lässt sie sich für ein paar Jahre verlangsamen. Gut sind auch solche Maßnahmen wie Physiotherapie, kognitive Stimulation, Ergotherapie, allerdings in Frühstadien, sowie Einstellungen von Blutdruck und Diabetes.

Was lässt sich zur Vorbeugung tun?
Grundsätzlich sind alle sportlichen Aktivitäten gut, seien es Spaziergänge oder Wanderungen. Wichtig ist es auch, soziale Kontakte zu pflegen, beispielsweise Senioren- oder Tanzgruppen zu bilden. Eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Suchtmittel wie Alkohol spielen auch eine wichtige Rolle.

Die Fragen stellte
Iryna Zakoretska

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