Bamberg
Chapeau Claque

Alarm: Wo ist die Liebe hin?

Als "Schnickschnack & Schnuck" stehen Heidi Lehnert und Benjamin Bochmann ab 19. Februar wieder gemeinsam im Rampenlicht: auf der Suche nach Liebe.
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Auch im wirklichen Leben ein Paar: Heidi Lehnert, hier als "Schnickschnack", und Benjamin Bochmann als "Herr Schnuck"  Foto: Chapeau Claque?
Auch im wirklichen Leben ein Paar: Heidi Lehnert, hier als "Schnickschnack", und Benjamin Bochmann als "Herr Schnuck" Foto: Chapeau Claque?
Wie wäre es, wenn die Liebe aus unserem Leben verschwände? Es gäbe keine Frühlingsgefühle mehr, keine Schmetterlinge im Bauch, kein Schweben auf Wolke Sieben. Trist, kalt und grau wäre die Welt, in der man sich dringend auf die Suche nach diesem gewissen Etwas machen müsste. - Ein Fall für die Detektive, die die Frühjahrsproduktion von Chapeau Claque in dieser Situation einschaltet: "Schnickschnack & Schnuck" machen sich auf eine abenteuerliche Jagd nach der verloren gegangenen Liebe.



Zurück im Rampenlicht

Eine verrückte Reise rund um den Globus erwartet kleine und große Theaterfans ab morgen in der Alten Seilerei. Bis Ende April ist das Bühnenstück zu sehen, bei dem Heidi Lehnert einmal nicht als Produktionsleiterin oder Regisseurin nur hinter den Kulissen agiert. Vielmehr steht die Fränkin unter der Regie von Christoph Wehr diesmal an der Seite von Benjamin Bochmann im Rampenlicht.



Seit zehn Jahren

Als "Schnickschnack & Schnuck" sucht das Schauspielerpaar vor Publikum nach der Liebe, die die beiden privat längst gefunden haben: Auf der Bühne, wo Bochmann und Lehnert 2007 - also vor genau zehn Jahren - für Chapeau Claque auf der Altenburg Lady Marian und Robin Hood mimten und sich ineinander verguckten.



Auch im Privatleben

In den vergangenen Wochen probten die zwei wieder gemeinsam, um Detektiv "Schnuck", mit seiner Assistentin "Schnickschnack" ab morgen rund um den Globus reisen zu lassen. Dabei floss die Theaterarbeit ins Privatleben ein, "wo man sich zwischendurch bei typischen ,Schnickschnack'-Fragen und ,Schnuck'-Antworten ertappte", so Heidi Lehnert. Als spannend empfand sie auch die verkehrte Welt, in die die beiden Mimen schlüpfen. "Das Prinzip Chaos vertritt ja ,Schnickschnack' und das Prinzip Ordnung ,Herr Schnuck' im Gegensatz zu unseren privaten Charakteren."



Was versuchen die beiden Privatschnüffler in dem Bühnenstück nicht alles, um die Liebe dingfest zu machen. Sie stellen Fallen auf, durchkämmen die Wüste, das Dickicht des Dschungels und andere Gefilde. Nur laufen alle Bemühungen zunächst ins Leere. Zunächst...


Den Winter austreiben

Warum überhaupt dieses Thema, das Jörg Isermeyer als Autor aufgriff, der 2009 den Berliner Kindertheaterpreis für "Ohne Moos nix los" gewann? "Wir wollen mit ,Schnickschnack' & ,Schnuck' den Winter austreiben", so Heidi Lehnert, die sich für das frühlingshafte, leichte Stück gleich begeisterte. "Beide Figuren sind ja auch Spielkameraden, die wie Kinder Fantasiewelten erschaffen, um dort zusammen Abenteuer zu erleben", so die Schauspielerin.


Neu bei Chapeau Claque

Mit Christoph Wehr führt bei der neuen Produktion von Chapeau Claque ein Theaterwissenschaftler Regie, der auch als Pädagoge arbeitet. So gründete der Wahlbamberger 2012 die Bildungsinitiative "drama-Tisch", um Theater an Schulen, in Museen und soziokulturelle Zentren zu bringen. "Für Chapeau Claque bin ich zum ersten Mal tätig", berichtet der Wahlbamberger, der im Herbst schon fürs Theater Wildwuchs "One for the Road" von Harold Pinter inszenierte. Heidi Lehnert habe ihn wegen des Projekts angesprochen, das die Kollegen jetzt gemeinsam auf die Bühne bringen. "Interessant ist bei ,Schnickschnack & Schnuck' wie die Figuren gemeinsam zu leben trainieren", sagt der Regisseur. Spielend kämen sie in ihrer Entwicklung voran, begeisterten sich mit- und letztendlich auch füreinander. "So entdecken ,Schnickschnack' & ,Schnuck' die Liebe, die eigentlich in allen Situationen und an allen Orten zu finden ist."


Auf einen Blick

"Schnickschnack & Schnuck - auf der Jagd nach der Liebe" nach Jörg Isermeyer (für Kinder ab 4 Jahre) feiert am 19. Februar, 15 Uhr, in der Alten Seilerei Premiere. Unter der Regie von Christoph Wehr spielen Heidi Lehnert und Benjamin Bochmann (Kostüme: Chrysenda Sailmann, Musik: Guido Apel). Weitere Vorstellungen sind am 25. Februar, 5. und 19. März, am 2., 9. und 23. April ab 15 Uhr geplant. Karten gibt's beim BVD, Collibri und an der Tageskasse.
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