Dass ein Auftritt in Gundelsheim immer etwas Besonderes ist, zeigte sich schon zu Beginn, als Organisator Stephen Goldfarb auch seine ganz persönliche Freude über das Konzert zum Ausdruck brachte - in Gundelsheim kommt mittlerweile seit 13 Jahren immer wieder eine große Familie von A Cappella Freunden zusammen, die auch in Sachen Publikum und Stimmung Maßstäbe setzt. Vor trotz Fußball nahezu ausverkauftem Haus zündeten die vier Jungs mit ihrem Programm "Textosteron II" sofort ihr emotionsgeladenes Feuerwerk und starteten gemeinsam mit dem Publikum eine Reise durch die Filmmusik der letzten 50 Jahre. Zum Höhepunkt stürmten zehn anwesende Damen eines Junggesellinnen-Abschieds die Bühne und tanzten mit den Holländern um die Wette.

Für das Publikum überraschend outete sich der moderierende Bass Clemens Schmuck nach der Pause als Deutscher und legte seinen bisher perfekt gespielten holländischen Akzent ab. Anschließend packten seine drei Kollegen die Boomwhackers aus - lange Plastikröhren, die wie die Stäbe eines Xylophons beim Anschlagen bestimmte Töne von sich geben. Jedoch dienten die Sänger selbst als Schläger und intonierten passend zu dem optischen Bild den Song "Kung Fu Fighting". Mehrere Zugaben beendeten einen Abend voller Höhepunkte in Gundelsheim - zumindest in Sachen A Cappella steht der kleine Ort auf einer Höhe mit Bonn, Berlin und anderen großen Städten der Republik. Der Erlös der Veranstaltung kommt den Gundelsheimer Kindergärten zugute.