Strullendorf
Rechtsstreit

50.000 Euro Restzahlungen - Streit um Tribüne für Hauptsmoorhalle

Vor dem Bamberger Landgericht streiten sich die Stechert-Gruppe und die Gemeinde Strullendorf darum, wer die mobile Sitzplatztribüne für die Hauptsmoorhalle bestellt hat. Als Zeuge soll auch Strullendorfs ehemaliger Bürgermeister Andreas Schwarz aussagen.
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Vor dem Bamberger Landgericht streiten sich die Stechert-Gruppe und die Gemeinde Strullendorf darum, wer die mobile Sitzplatztribüne für die Hauptsmoorhalle bestellt hat. Foto: Barbara Herbst
Vor dem Bamberger Landgericht streiten sich die Stechert-Gruppe und die Gemeinde Strullendorf darum, wer die mobile Sitzplatztribüne für die Hauptsmoorhalle bestellt hat. Foto: Barbara Herbst
Andreas Schwarz (SPD), Strullendorfs ehemaliger Bürgermeister und jetzt MdB, muss vor Gericht - als Zeuge. Es geht um die Frage: Wer hat die mobile Sitzplatztribüne für die modernisierte Hauptsmoorhalle bestellt?
Vor dem Bamberger Landgericht streiten sich die Stechert-Gruppe und die Gemeinde Strullendorf darum, wer den Auftrag gegeben hat. In einer Klage fordert die StW GmbH - die Stechert-Gruppe - von der Kommune Strullendorf noch rund 50.000 Euro Restzahlungen.

Streit um den Vertragspartner

Thomas Pohl, Richter am Landgericht Bamberg, lieferte Montagnachmittag ein Zwischenergebnis: "Zwischen den Parteien ist streitig, wer Vertragspartner zur Lieferung der mobilen Tribüne ist." In der öffentlichen Sitzung am 10. März habe Wolfgang Heyder, Geschäftsführer "Sport" bei den Brose Baskets, ausgesagt, dass er im Auftrag der Gemeinde Strullendorf die Tribüne bestellt habe.
Aus Heyders Sicht sei laut dessen eigener Aussage klar gewesen, dass die Gemeinde Vertragspartnerin werden sollte.

"Die Gemeinde allerdings behauptet, dass Andreas Schwarz nie einen Auftrag an Wolfgang Heyder zur Bestellung der Tribüne gegeben hat", erklärte Richter Pohl. Doch die andere Partei um den Tribünenhersteller Stechert bestehe darauf, dass Wolfgang Heyder im Namen der Gemeinde gehandelt habe. Deswegen fordere die Stechert-Gruppe auch eine Restzahlung von der Gemeinde Strullendorf, wie Pohl ausführte.

Wurde Heyder beauftragt?

"Die wesentliche Frage ist: Hat Andreas Schwarz zu Wolfgang Heyder gesagt, dass dieser die Tribüne für die Gemeinde bestellen soll?", formulierte Pohl die Kernfrage. "Hätte der Bürgermeister Herrn Heyder das zugetragen, hätte dieser im Auftrag der Gemeinde gehandelt."

Um das zu klären, werden Mitte Juni drei weitere Zeugen vor der Ersten Zivilkammer des Bamberger Landgerichts gehört, darunter auch Andreas Schwarz.
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