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Einzelhandel

So viel Geld geben die Franken für Weihnachtsgeschenke aus

Vor allem große Geschäfte rechnen mit einem guten Weihnachtsgeschäft. Das liegt auch daran, dass die Bayern überdurchschnittlich viel Geld für ihre Präsente ausgeben wollen. Viele kümmern sich erst auf den letzten Drücker um ihre Geschenke.
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Die Bayern planen etwas größere Weihnachtsgeschenke: Nirgends geben die Menschen so viel für Präsente aus wie im Freistaat. Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Die Bayern planen etwas größere Weihnachtsgeschenke: Nirgends geben die Menschen so viel für Präsente aus wie im Freistaat. Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Das Weihnachtsgeschäft startet in die heiße Phase. Ein gutes Jahr erwartet der Bayerische Handelsverband (HBE) für den Einzelhandel. Alleine in Franken prognostiziert dieser einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro, inklusive Online-Handel. Bayernweit wird er erstmals die 14-Milliarden-Euro-Umsatzschwelle. Allerdings seien die Erwartungen heuer sehr unterschiedlich: Der Internethandel dürfte um weitere zehn Prozent auf 1,8 Milliarden Euro Umsatz wachsen. Großstädter kauften trotz des größeren Angebots vor Ort mehr online ein als die Menschen in ländlichen Regionen, sagte Läuger.

Auch die großen Geschäfte rechneten mit einem Plus, während die kleinen "deutlich pessimistischer" und schon froh seien, wenn sie den Vorjahresumsatz halten könnten. Viele Zuwächse gingen auf das Konto der Lebensmittelhändler, die von der Zuwanderung profitierten.

Franken über dem bundesdeutschen Durchschnitt

495 Euro wollen die Franken in diesem Jahr durschnittlich für Weihnachtsgeschenke laut einer Umfrage des ifes Instituts der FOM Hochschule ausgeben. Damit liegt die Region zwar knapp unter dem Bayernschnitt (501 Euro), aber über dem Bundeswert von 472 Euro. Ein Viertel der Menschen möchte demnach mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben als im Vorjahr, jeder Fünfte möchte sparen.

Jeder zweite Bayer will Gutscheine unter den Weihnachtsbaum legen. Als Geschenke stehen Kosmetik, Bücher, Konzertkarten, Uhren und Schmuck ganz oben auf der Einkaufsliste. Nahezu ein Drittel des Jahresumsatzes mit diesen Dingen mache der Handel im November und Dezember, sagte HBE-Sprecher Bernd Ohlmann. Und ein Viertel aller Spielsachen werde für Erwachsene gekauft.

Die Umfrage der Münchner FOM-Hochschule für den HBE zeigt, dass fast die Hälfte der Männer Geschenke erst ab dem 16. Dezember kauft - neun Prozent der Männer sogar auf den letzten Drücker am 23. oder 24. Dezember. "Aber Vorsicht", sagte Ohlmann: "An Heiligabend schließen die Geschäfte schon um 14 Uhr!".

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