Bamberg
Aufwertung

40 Bewerber wollen den Kiosk am Adenauerufer in Bamberg betreiben

Der Kiosk am Adenauerufer ist für Betreiber hochattraktiv. Schließlich ist der Bereich am Kanal ein Lieblingsplatz für Spaziergänger und Radfahrer.
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Es tut sich etwas am Adenauerufer in Bamberg: Der Kiosk ist derzeit eingezäunt, die Sanierungsarbeiten laufen. Der Pavillon soll bereits zum Sommer einen neuen Pächter haben.  Foto: Ronald Rinklef
Es tut sich etwas am Adenauerufer in Bamberg: Der Kiosk ist derzeit eingezäunt, die Sanierungsarbeiten laufen. Der Pavillon soll bereits zum Sommer einen neuen Pächter haben. Foto: Ronald Rinklef
Bisher sieht der Kiosk am Adenauerufer trist aus: Die Fenster sind verrammelt, die Wände voller Schmierereien. Kein schöner Eindruck, für eine Gastronomie, die mitten auf der beliebten Flaniermeile vieler Fußgänger und Radfahrer in Bamberg liegt. Auf der östlichen Seite des Main-Donau-Kanals an der Wunderburg wärmt schließlich selbst im Winter die Sonne die Fußgänger. Für einen kurzen Stopp an dem Kiosk wären viele dankbar.

Doch inzwischen tut sich sichtbar etwas: Ein Bauzaun wurde um das Gelände aufgestellt, ein Bagger macht erste Aushebungen. Zunächst sollen die Toilettenanlagen erweitert, neue Wasserleitungen verlegt werden. Die Stadt als Inhaberin hat einen klaren Zeitplan vor Augen: "Wenn es schön wird, soll der Betrieb laufen", erklärte Finanzreferent Bertram Felix im Finanzsenat der Stadt in dieser Woche. Sprich: Im Sommer soll der sanierte Kiosk mit neuem Angebot geöffnet haben.


Einige Ansprüche an den Pächter

Das Interesse an dem kleinen Gebäude ist gewaltig, so sehr, dass sich bereits vor der Ausschreibung 40 Bewerber beim Immobilienmanagement der Stadt gemeldet haben, die gerne das Lokal bewirtschaften wollen. Dennoch sollen einige Kriterien erfüllt werden, so Felix.

Das Angebot des gesuchten Pächters soll möglichst ein breites Spektrum an Besuchern ansprechen. Das war auch Wunsch der Stadträte. Laut Felix gab es bereits Gespräche mit dem Fahrradclub ADFC und dem Bürgerverein Wunderburg. Die Radfahrer sollen nach der Vorstellung am Kiosk eine Servicestation unter anderem mit Werkzeugen auffinden. Der Bürgerverein habe sich außerdem ausdrücklich den Erhalt des Pavillons gewünscht. "Wir wollen einen Pächter finden, der sich mit dem Stadtteil identifiziert" , so Bertram Felix.

Das ist im Sinne von Karin Gottschall (SPD). Der Stadträtin war wichtig, dass der Kiosk auch dem Stadtteil zugute kommt. Sie hatte im vergangenen Jahr zeitnah um "ein transparentes Ausschreibungsverfahren" gebeten.

Zuletzt hat sich die GAL-Fraktion mit einem Antrag von Stadträtin Petra Friedrich unter anderem für eine soziale Trägerschaft eingesetzt, ähnlich der Villa Remeis, wo bekanntlich der Verein SkF, ein Frauenfachverband in der katholischen Kirche, die Bewirtschaftung übernommen hat. In die Ausschreibung werde dies nicht explizit einfließen, so Finanzreferent Felix, allerdings bei der Auswahl berücksichtigt, die im Stadtrat diskutiert werden soll.


Kosten für Stadt bei 150.000 Euro

Lob kam auch von Helmut Müller (CSU): "Das Publikum war früher nicht das allerbeste, aber jetzt steuern wir auf eine gute Lösung zu." Christiane Laaser von der GAL befand das Bemühen der Verwaltung ebenso positiv, doch kritisierte sie Müller für seine Wortwahl. "Was ist gutes, was schlechtes Publikum?" Dieter Weinsheimer (Bamberger Allianz) betonte: "Uns ist wichtig, dass der Kiosk wieder in Betrieb geht." Allerdings mache der Anspruch, einen sozialen Träger zu finden und eine Radstation zu schaffen, die Sache nicht unbedingt leichter. Dennoch befand er das Bemühen ebenso wie Norbert Tscherner (BBB) als positiv.

Wann genau die Vergabe an einen Pächter erfolgen soll, ist noch offen. Die Umbaukosten belaufen sich auf 150.000 Euro.
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