Bamberg
Dürre

314 Liter Regen: Das Jahr mit dem Steppenklima in Bamberg

Sieben Monate nach dem Beginn der Trockenphase in Franken lässt sich noch immer keine Trendwende beim Wetter erkennen.
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Verdunstet:  der See beim AutobahnkreuzBamberg. Foto: Ronald Rinklef
Verdunstet: der See beim AutobahnkreuzBamberg. Foto: Ronald Rinklef

Für nächste Woche angekündigte Regenmengen wurden bereits wieder reduziert. Maximal werden fünf Liter pro Quadratmeter erwartet.

Damit fällt die erhoffte Erholung der Grundwasserspiegel vorerst flach. Auch die Lage auf den Feldern, wo derzeit die Weizenaussaat erfolgen müsste, und ebenso in den Wäldern der Region wird sich ohne Regen weiter verschärfen.

Die Niederschlagsausbeute des Jahres 2018 ist bisher extrem gering. An der Wetterwarte in Bamberg in der Südflur wurden zwischen Januar und dem 12. Oktober nur 314 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Dies entspricht etwas mehr als der Hälfte des Jahresniederschlags.

Zum Vergleich: Das trockenste Jahr in letzter Zeit war 1991 mit 435 Litern; zwischen 200 und 500 Liter Jahresniederschlag spricht man von einem Steppenklima.

Die Folgen dieser Dürre betreffen Landwirte, Gärtner und Forstleute. Mittlerweile nagt auch in den Wäldern rings um Bamberg der Borkenkäfer an den Fichten. Täglich entdecken Forstleute neue Käfernester. Mehr über die Folgen der Trockenheit finden Sie hierim Premiumteil von infranken.de

Da die Trockenheit den Bäumen zugesetzt hat, sind sie noch anfälliger als sonst. Die dramatische Folge: Der Borkenkäfer frisst die fränkischen Wälder kaputt.



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