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Lauter
Entwässerung

22 Meter Kanalrohre weniger: Gemeinde spart

Durch die Verlegung eines geplanten Regenüberlaufbeckens reduzieren sich die Kosten für die Gemeinde Lauter um mehrere Tausend Euro.
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Zum zweiten Mal befasste sich der Gemeinderat Lauter mit der Planung zur Errichtung eines Regenüberlaufbeckens, nachdem man sich in der letzten Sitzung über die Lage des Beckens und eventuelle Einsparmöglichkeiten bei der Verlegung von Kanalrohren noch nicht umfassend informiert sah.

Auskunft gaben Udo Weber und Josef Nagengast vom Ingenieurbüro Lein. Die Längsachse des Beckens solle nun parallel zur Straße mit einem Sicherheitsabstand von zehn Metern verlaufen, informierte Weber. So könne der Bau des Beckens ohne Verbau und Leitwand erfolgen. Durch die Verlegung des Rückstaubeckens könnten 22 Meter 500er Kanalrohre eingespart werden. Dies ergäbe eine Kostenersparnis zwischen 12 000 und 14 000 Euro. Die Kosten für die Umlegung der Wasserleitung beliefen sich auf 10 000 Euro.


Die Möglichkeit, das Becken weiter nach unten in Richtung Lauter zu platzieren, um eine Verlegung der Wasserleitung zu vermeiden, müsse mit dem Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt abgeklärt werden. Bezüglich des Rückstaus führte Udo Weber aus, dass das Becken etwa 1,60 Meter hoch liege. Anwesen, die tiefer lägen, seien deshalb rückstaugefährdet.

Bürgermeister Armin Postler (CSU) wies darauf hin, dass die betroffenen Eigentümer dazu verpflichtet seien, eine Rückstausicherung einzubauen. Bei einer alternativen Tieferlegung des Beckens entstünden der Gemeinde zusätzliche Kosten für Pumpen, Aushub und zusätzliche Wasserhaltung von mehr als 24 000 Euro, die nach Auffassung des Rates nicht der Allgemeinheit aufgebürdet werden könnten. Mit 10:1 stimmten die Räte letztlich der abschließenden Planung der Firma Lein zur Errichtung eines Regenüberlaufbeckens zu.

Seit Langem beschäftigte der Lauterer Gemeinderat auch der Bebauungsplan "Holzhallen". Die Stadtplanerin Cäcilia Neubauer berichtete über die Immissionsbelästigungen, die durch die Arbeiten der Eigentümer der Holzhallen entstehen - über das ganze Jahr verteilt, schwerpunktmäßig an den Wochenenden.

Insgesamt wurden 491 Maschinenstunden geleistet, im Durchschnitt 26 Stunden pro Eigentümer, Kreissägen und Holzspalter wurden am häufigsten eingesetzt. Dabei verwendeten alle Parzellenbesitzer das Brennholz im eigenen Privathaushalt. Der Gemeinderat beschloss mit 9:2 Stimmen, da keine Beschwerden von Anwohnern vorliegen und aufgrund der Tatsache, dass eine zeitliche Regelung der Benutzung der Anlage bereits besteht, keine weiteren Festsetzungen zum Maschinengebrauch im Bebauungsplan aufzunehmen. Falls zukünftig Beschwerden über eine Lärmbelästigung gegenüber der Verwaltung geäußert würden, behalte sich der Gemeinderat vor, entsprechende Einschränkungen festzulegen.
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